Einsteigerkurs für Erwachsene 2021

Im März hatten wir die Gelegenheit Ueli Bodenmann und Sarah Zurbrügg von row&row zu engagieren, welche alle RCT-Instruktor*innen via Zoom in Theorie und am Folgetag auf dem Wasser begleiteten und uns Neuerungen für Erwachsenenkurse vermittelten. Auch bekamen alle ein persönliches Feedback und Schulung zur Technikverbesserung sowie wertvolle Übungen, welche auch im Kurs eingesetzt werden können. Eine Gruppe Instruktor*innen optimierten im Anschluss den Kursablauf und die Kursunterlagen für die Teilnehmenden. An dieser Stelle einen grossen Dank an die Mitarbeitenden für ein tolles RCT-Kursprogramm für die nächsten Jahre.

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Nach coronabedingter Verschiebung des Kurses in den Mai, freuten sich alle 10 Teilnehmende auf den Start am 15. Mai und waren hochmotiviert. Erstmals leitete Marc Vetterli, J+S-Trainer und ehemaliger U15-Trainer und Regattierender, den Einsteigerkurs, was mich besonders freute und damit frischen Wind in den Kurs brachte. Wir starteten mit schönen Rudervideos, welche richtig Lust auf die bevorstehenden Tage machten, im Hinblick, einmal so leicht und locker auf dem Wasser gleiten zu können.

Nach Vorstellrunde und Einführung in die Ruderbewegung startete eine Gruppe im Ergometerraum mit dem Erlernen des Bewegungsablaufs. Die zweite Gruppe ging in die Bootshalle, lernte das Bootshandling und erhielt eine erste Lektion Bootskunde und Funktionen in einem Ruderboot. Nach Wechsel der Gruppe ging es erstmals aufs Wasser. Die Teilnehmenden lernten das Wassern der Boote, Einstellen des Sitzplatzes, Einsteigen und die wichtige Sicherheitsposition kennen. Weiter ging es mit dem Erlernen der Ruderführung und das Aufdrehen der Ruderblätter und Handstellung nicht weit vom Ponton entfernt. Nach der Mittagspause starteten wir im Clubraum mit dem Zeigen der Schlüsselpunkte der Rudertechnik anhand Slowmotion-Videos. In zwei Gruppen wurde der Bewegungsablauf auf dem Ergometer nochmals geübt und die Boote von der zweiten Gruppe auf den Böcken für die nächste Ausfahrt vorbereitet. Bei dieser Ausfahrt lag der Fokus auf den Bewegungsablauf, welcher ganz langsam mit Stopps geübt wurde. Das Bremsen und der Notstopp bei Gefahren sowie wichtige Sicherheitsinformationen wurden ebenfalls vermittelt. Nach Versorgen der Boote und Erlernen der Kommandos zeigte Marc auf der Terrasse Dehnungsübungen und gleichzeitig konnten die Teilnehmenden Feedback geben zum ersten Tag.

 Am ersten Tag hatten wir trotz wechselhafter Prognose Wetterglück und erst nach Versorgen der Boote fing es leicht an zu Regnen. Alle ginge müde aber beglückt heim. Am zweiten Kurstag starteten wir mit dem Repetieren des Bewegungsablaufs auf den Ergometern und setzten den Fokus auf den Beinstoss. Im Kraftraum wurden Übungen für Rücken- und Bauchmuskulatur-Stärkung gezeigt, welche empfohlen wurden auch zu Hause zur Kräftigung und Stabilisation des Rumpfes durchzuführen. Bei der anschliessenden Ausfahrt wurde der Beinstoss mit diversen Übungen geübt und der Rhythmus laut mitgezählt. Vor dem Mittagessen erhielten die Teilnehmenden wichtige Informationen zur Sicherheit beim Rudern, Manöver und Ruderkommandos. Der Nachmittag startete mit einem Animationsvideo zum richtigen Wasserfassen und Marc demonstrierte dies im Anschluss am Ponton mit einem Ruder.

 Da es anfing stark zu regnen, übten die Teilnehmenden die Ruderbewegung und das Drehen der Ruderblätter in der Bootshalle auf den hochgestellten Surfskiffs sowie in der Ruderkiste das Wasserfassen und Beschleunigen. Die zweite Gruppe machte Gleichgewichtsübungen im Kraftraum. Als der Regen pausierte wasserten wir die Boote zügig ein, um das Wasserfassen mittels Übungen wie «Teebüütele» oder «Ruderschläge nur aus den Beinen mit gestreckten Armen» und «Blätter setzen ohne Druckaufnahme» zu üben.

Als es dann wieder anfing stark zu regnen kehrten alle zurück, wasserten aus und wir hatten Zeit, die Gruppen zu wechseln für nochmals Ruderkiste, Surfskiff und Gleichgewichtsübungen.  Nach den Dehnungsübungen auf der Terrasse und Fragenbeantwortung erhielten die Teilnehmenden Aufgaben aus dem am Vorabend versandten Handout für das zweite Wochenende. Alle waren sichtlich müde aber beglückt über das erste Wochenende und die gemachten Rudererfahrungen. Ich freue mich auf das zweite Wochenende und die anschliessenden 6 Trainingsausfahrten mit Instruktoren, bis sie anfangs Juli bei Fabian Freimann die Prüfung ablegen und das Go erhalten, um mit dieser neuen Leidenschaft starten zu können.

 Marc danke ich sehr herzlich für sein Engagement als Kursleiter und für die unkomplizierte und ergänzende Zusammenarbeit sowie den Instruktor*innen für die umsichtige und geduldige Anleitung der Kursteilnehmenden auf den Ausfahrten. Ich freue mich auf viele motivierte und vom Rudervirus angesteckte neue Mitglieder, denen auch das Vereinsleben und das Miteinander am Herzen liegt.

Text & Fotos: Lilly Stanzione

Endlich durfte in Schmerikon wieder gerudert werden – aber nur bis am Sonntagvormittag

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Der ROZ organisierte in Schmerikon zum neunten Mal eine nationale Ruderregatta. 44 Vereine aus der ganzen Schweiz haben diesen Anlass besucht. Die Ruderclubs aus dem Tessin, vom Genfersee, vom Neuenburgersee, vom Bielersee, vom Bodensee, aus der Innerschweiz, aus der Nordwestschweiz und natürlich vom Zürichsee mussten teilweise lange reisen, doch die meist jugendlichen Ruderinnen und Ruderer haben es geschätzt, endlich wieder einmal ein Rennen fahren zu dürfen. Alle lechzten danach, einen Ernstkampf zu können.

Mit 1060 gemeldeten Booten konnte der Veranstalter einen neuen Melderekord verzeichnen. Auf dem Bootslagerplatz, der eingezäunt war, hatten nur berechtigte Personen Zutritt und jedermann musste eine Maske tragen. Diese Anordnung wurde durchwegs befolgt.

Am Samstag herrschte traumhaftes Wetter und der Obersee präsentierte sich von seiner ruhigsten Seite. Am Sonntag früh, als um acht Uhr die ersten Rennen geplant waren, blies der Föhn bereits sehr stark aus dem Glarnerland und produzierte starke Wellen. Die Schiedsrichter haben angeordnet, den Start bei der 1000-Metermarke und später bei der 1500-Metermarke festzusetzen. Ein fliegender Start bei derart starkem Gegenwind ist für die Ausrichtung sehr schwierig und zeitraubend. Bereits um 09.30 Uhr hat die Rennleitung entschieden, das Rennen zu unterbrechen und nachdem ab 10 Uhr die Sturmvorwarnung blinkte, war das Verdikt eines Regattaabbruchs klar. Einmal mehr mussten die Organisatoren in Schmerikon einen solchen traurigen Entscheid aussprechen.

Am Samstag waren 665 Ruderinnen und Ruderer in Schmerikon, wovon 558 unter 19-jährig waren. Lediglich 8% oder 52 Personen waren älter als 22 und diese durften laut COVID19-Bestimmungen nur im Einer starten. 

Der Ruderclub Thalwil reiste mit einem relativ kleinen Team an den Obersee. Am Samstag war bei den U15 Vincent Gregor Süssli im Einer als Fünfter im Einsatz und zusammen mit Jona Rüegg versuchten sie sich im Doppelzweier. Bei den U17 starteten Ronja Schwyzer im Skiff (5. Rang) und mit Anjulie Hathaway im Doppelzweier glänzten die beiden als sehr gute Zweite. Ferner waren bei den U17 Reed Lucke und Andri Sauer im Doppelzweier als Dritte sowie der Vierer-ohne Steuermann mit Andri Sauer, Reed Lucke, Aila Esper und Lorin Jacob als Vierte am Start. Eine schöne Leistung zeigten die U21 Ruderer Simon Andermatt, Nicolas Mathews, Benjamin d’Uscio und Yannik Hostettler im Doppelvierer mit dem 2. Rang. Als einzige Thalwilerin im Bereich der U23 war Aline Schwyzer im Skiff im Einsatz. Bei der Elite wurde sie Zweite und bei den U23 siegte sie klar. Trainer Fabian Freimann und seine Schützlinge schienen einen zufriedenen Eindruck zu hinterlassen, weil es doch der erste Einsatz seit vielen Monaten war. Am Sonntag konnten die Thalwiler wegen des Föhnsturms leider keine weiteren Rennen bestreiten.   

Text & Fotos: Reto Bussmann

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Trainingslager Frühling 2021

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In der ersten Woche der Frühlingsferien sind die Athleten des Ruderclubs Thalwil nach Cham in ein Corona angepasstes Trainingslager gefahren. Dabei war der Junioren-Bereich durch U15 sowie U17 Athleten vertreten. Der U23/Elite Bereich wurde durch das Frauenteam und die leichten Männer vertreten. Damit es nicht eine zu grosse Durchmischung der Alterskategorien gab haben wir den Junioren-Bereich und den U23/Elite Bereich getrennt.

Ein Tagesablauf lief also wie folgt ab: Am Morgen von 08.00-10.00 Trainierte der U23/Elite Bereich, von 10:00-12.00 der Junioren-Bereich und dann von 12:00-14:00 nochmals der U23/Elite Bereich. Die Junioren/innen sind täglich mit dem Clubbus oder per ÖV an und nach dem Training wieder abgereist. Das Frauenteam sowie die leichten Männer hatten je eine Unterkunft in der Nähe, wodurch es möglich war in den Pausen zwischen den Trainings sich zu stärken und sich teils von dem eher bescheidenen Wetter zu verstecken. Ausserdem hatte dies zur Folge, dass sich nur diejenigen Athleten beim Bootsplatz befanden, welche auch am Trainieren sind. Dadurch hatten die Trainier immer ein Motorboot zur Verfügung um die Athleten optimal zu Coachen. Das Frauenteam legte den Fokus auf dem Leichten Doppelvierer und den 2-, die Männer hatten ebenfalls den leichten Doppelvierer im Visier. Die U17 Junioren/innen konzentrierten sich auf Kleinboote und bei den U15 lag der Fokus auf dem Lernen des korrekten Bewegungsablaufs und den ersten schritten im Ruderboot. Da Frauen sowie Männer den Doppelvierer trainierten wurde meist zusammen trainiert. Bei Programmen am Anfang und am Ende der Woche hat Headcoach Fabian Freimann die Vorsprünge für den Frauendoppelvierer ausgerechnet, um es Fairer zu gestalten. Am Dienstagnachmittag haben wir die längste Ausdauereinheit der Woche gemacht, 45min in die eine Richtung und dann 45min wieder in die andere Richtung. Am Ende waren es über 22km. Bei diesem Training hat uns der Zugersee mit nahezu perfektem Wasser, Sonnenschein und einem spektakulären Panorama belohnt. Gegen ende der Woche wurde es immer windiger jedoch haben wir meistens einen Bereich gefunden, welche uns etwas vom Wind geschützt hat und falls nicht waren wir es uns ja von Zürichsee bereits gewohnt. Es wurde also trotz nicht perfektem Ruderwetter viel trainiert. Die Leichten Männer hatten fast 20 Stunden effektive Trainingszeit und sind in dieser Woche fast 190 km gerudert.

Es war aber schon ein spezielles Trainingslager, weil zum einen ist man nur einen Katzensprung von zu Hause entfernt und zum anderen findet fast kein Kontakt zwischen den Athleten verschiedener Alterskategorien statt. Der Teambildungsgedanke, welcher sonst bei Trainingslagern auch immer präsent war mit Spieleabenden oder Teambildungsevents fiel diesmal wegen Corona leider weg. Nichtsdestotrotz haben alle Beteiligten profitiert und sind ihrem Ziel an der Meisterschaft oder allgemein im Rudersport einen wichtigen Schritt weitergekommen.

Text: Simon Andermatt

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Am Wochenende vom 8./9. Mai 2021 wird endlich wieder regattiert

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Vorschau auf die Regatta Schmerikon

Der ROZ (Ruderverband Oberer Zürichsee) hat die Bewilligung erhalten, 2021 die nationale Ruderregatta in Schmerikon durchzuführen, allerdings mit einigen starken Einschränkungen. Die Veranstalter und vor allem die jüngeren Ruderinnen und Ruderer sind glücklich, dass endlich wieder eine Regatta auf dem Wasser stattfinden wird. Die Jugendlichen lechzen danach, rennmässig zu rudern.

Neuer Melderekord: 1060 Boote

Weil dieses Jahr die Regatta auf dem Lauerzersee und diejenige in Sarnen abgesagt werden mussten, wollen alle nach Schmerikon. Kein Wunder verzeichnet der Veranstalter mit über tausend Bootsmeldungen einen neuen sagenhaften Melderekord. Zu den Einschränkungen zählen zum Beispiel, dass über 20-Jährige nur im Einer starten dürfen, dass auf dem Regattagelände Maskenpflicht herrscht, dass auf das Festzelt vom Fussballclub Schmerikon verzichtet wird und dass Zuschauer nicht eingeladen werden. Die beiden Bootslagerplätze werden mit Gitter abgegrenzt, weil hier nur berechtigte Personen Zutritt haben. Der Seeuferweg vom Start bei der Schiffswerft Helbling bis zum Zielgelände bleibt für die Bevölkerung begehbar. Den Einwohnern von Schmerikon darf man den Spaziergang am Muttertag entlang des Obersees nicht verbieten.

78% aller teilnehmenden Boote sind Junioren U19, U17 und U15, ihnen ist die Teilnahme in allen Bootsklassen erlaubt. 6% sind Jugendliche in der Spezialkategorie U21, ihnen ist die Teilnahme im Doppelzweier, Zweier-ohne, Doppelvierer und Vierer-ohne möglich. Bei den restlichen 16% handelt es sich um Ruderinnen und Ruderer aus den Kategorien Elite, Masters und Leichtgewicht, die nur im Skiff starten dürfen. Regattiert wird zum Glück ohne Maske. 

Am Samstag, 8. Mai 2021 beginnt die Regatta um 10 Uhr, am Sonntag, 9. Mai 2021 erfolgen die Rennen ab 8 Uhr. Die Wetterprognosen für das Wochenende sehen grossartig aus mit weit über 20 Grad Wärme. Hoffen wir, dass sich der Föhn milde verhalten wird und der Regatta keinen Abbruch provoziert.  

Hauptsächlich junge Ruderinnen und Ruderer am Start

Der Ruderclub Thalwil startet in 22 Rennen. Die U15 beteiligen sich in sieben Rennen und die U17 in zehn Rennen. Vertreten wird der RCT auch in der Sonderkategorie U21 im Doppelvierer. Aline Schwyzer wird im Einer der Elite-Frauen und bei den U23-Frauen starten.

Vierzig freiwillige Helfer vom RC Thalwil

Ein grosser Dank gehört den rund vierzig Helfern vom Ruderclub Thalwil. Dank ihrem Engagement kann diese Regatta organisiert werden. Damit die vom Ruderverband Oberer Zürichsee ROZ durchgeführte Regatta Schmerikon reibungslos abgewickelt werden kann, benötigt es über 200 Helferinnen und Helfer. Zum Organisationskomitee dieser beliebten Regatta gehören André Kündig (Küsnacht), Werner Merz (Stäfa), Marc Nordmann (Uster), Ruedi Hochstrasser (Thalwil), Claudio Kägi (Wädenswil) und Reto Bussmann (Thalwil).

Freuen wir uns auf die erste Regatta seit langer Zeit!

Text und Fotos: Reto Bussmann

Update Corona-Massnahmen 19. April 2021

Am letzten Mittwoch hat der Bundesrat eine Lockerung der Massnahmen zur Corona-Pandemie angekündigt. Restaurants dürfen ab Montag ihre Terrassen wieder öffnen, Präsenzunterricht an Hochschulen ist wieder erlaubt und Sportanlagen dürfen wieder öffnen. Das hat erfreuliche Auswirkungen auf den Ruderclub:

  • Der Ergometerraum und Kraftraum sind wieder geöffnet. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht und der Mindestabstand von 1,5 Metern. Zudem bitten wir euch auch weiterhin alles benutzte Material gut zu desinfizieren.

  • Neu ist der Trainingsbetrieb in Gruppen von maximal 15 Personen im Innen- und Aussenbereich wieder erlaubt.

  • Diese bisherigen Massnahmen gelten weiterhin:

    • Rudern ist mit Maske erlaubt.

    • Clubraum und Küche bleiben geschlossen.

    • Duschen und Garderoben sind offen.

    • Im gesamten Clubhaus gilt Maskenpflicht und wir bitten euch die Abstandsregeln und Hygienemassnahmen einzuhalten.

  • Ausgenommen von allen Regeln während der sportlichen Aktivität sind die Jahrgänge 2001 und jünger.

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Eine denkwürdige Generalversammlung für die Geschichtsbücher

Wegen der Corona-Pandemie durften an der 89. ordentlichen Generalversammlung des Ruderclub Thalwil vom 4. März 2021 leider keine Mitglieder im Clubraum teilnehmen. Der Vorstand hat entschieden, den Mitgliedern sämtliche Unterlagen zu den Traktanden inklusive einem Abstimmungsbogen per Post zuzustellen. So konnten sie die Jahresberichte, die Jahresrechnung, die überarbeiteten Statuten, das Budget, das neue Organigramm und die Liste mit den geruderten Kilometern in Ruhe studieren. 94 Personen haben an der Abstimmung teilgenommen, was einer Stimmbeteiligung von 39% entspricht.

Anbei eine Video-Shortversion. Die “Longversion” ist unter Mitgliederbereich “Generalversammlung” zu sehen.

Der RCT hat trotzdem eine Generalversammlung durchgeführt, dies jedoch virtuell und nur mit dem Kern des Vorstandes. Damit die teilnehmenden Vorstandsmitglieder auch ohne Maske ihre Vorträge halten konnten, mussten sie mit einem Coronavirus-Schnelltest ein negatives Resultat vorweisen. Mit einem Link mit Passwort konnten sich die Clubmitglieder im Internetbrowser zur GV zuschalten und die Versammlung miterleben, allerdings ohne Möglichkeit, selbst etwas beizutragen. Für die Technik, Bild und Ton waren Christoph Widmer, Ralph Schmid, Raphael Zubler, Luca Nadig und Matthew Wang verantwortlich und die Übertragung funktionierte dank diesem Team erwartungsgemäss perfekt.

Schweigeminute für Rolf Loele

Pünktlich um 19.00 Uhr begrüsste die Präsidentin Dorothee Ulrich die Zuschauer und die anwesenden Vorstandsmitglieder. Sie musste die Clubmitglieder informieren, dass das langjährige Ehrenmitglied Rolf Loele anfangs Februar im 97. Altersjahr verstorben ist. Mit einer Schweigeminute dachte man an diesen liebenswürdigen Menschen, der für den RCT so viel geleistet hat im Bereich Clubzeitschrift, Wanderrudern und Vorstand. 

Für die Auszählung der Abstimmungsbogen wählte der Vorstand Luca Nadig und Matthew Wang als Stimmenzähler. 

Jahresbericht der Präsidentin

Dorothee Ulrich bedankte sich in ihrem Jahresbericht beim gesamten Vorstand für den eindrücklichen Einsatz. Insbesondere in einem sehr schwierigen Jahr, in welchem wegen Corona, mit Ausnahme der Schweizer Meisterschaften, alle Ruderregatten abgesagt werden mussten, der Rudersport im Frühjahr gar nicht möglich war und später nur mit Maske und in Kleinbooten, die Räumlichkeiten im Bootshaus geschlossen wurden und das Clubleben komplett zum Erliegen kam, spürte man, dass ein harmonisch funktionierender Vorstand sehr wichtig ist. Sie verabschiedete Christoph Widmer (Leiter Stab) und Cornelia Trachsler-Arioli (Redaktion RCT-Info) aus dem Vorstand und bedankte sich für ihre langjährigen Dienste. Glücklich ist Dorothee Ulrich, dass für die Förderung des Nachwuchses ein Sponsorenclub geplant ist und dass bereits mit 15 Firmen Verträge abgeschlossen wurden.

Viel Aufwand für die Infrastruktur und für die Kommunikation

In Stellvertretung für den rekonvaleszenten Christoph Widmer, berichtete Lilly Stanzione über seinen Bereich Infrastruktur und Kommunikation/Sponsoring. Ursprünglich handelte es sich um das Ressort Stab, welches anfangs Jahr gesplittet wurde. Für den Bereich Infrastruktur geht die Suche nach einer geeigneten Person weiter, hingegen konnte die Stelle für Kommunikation gleich mit zwei Personen besetzt werden. Auch in diesem Bericht werden viele Mitglieder mit Dankesworten überhäuft, so Hermann Wehrli und Bruno Saile (Material), Curdin Grass (Bootshaus), Stefan Schreen (Schliesssystem), Sandra Haag (Vermietung), Raphael Zubler und Christian Cachin (Homepage), Luzius Steinegger (Fairgate), Reto Bussmann (Presse), Dede Brunschweiler (Garten) und Bruno Ziegler (Ponton). Ein grosses Dankeschön geht zudem an Cornelia Trachsler-Arioli für ihren grossen Einsatz für das RCT-Info und für die Neugestaltung der RCT-Chronik.

Fitnesssportler hatten trotz Corona Freude am Rudern

Lilly Stanzione berichtete auch über das Fitnessrudern. In diesem Bereich mussten vor allem die Corona-Schutzmassnahmen minutiös eingehalten werden. Ab Mitte März kam der Lockdown, ab 11. Mai durften Einer und Zweier wieder aufs Wasser und ab 21. Mai sogar Dreier und Vierer, später auch die Achter, wohlverstanden immer mit Maske. Doch am 12. Dezember wurden die Massnahmen vom Bundesrat wieder verschärft. Lilly Stanzione konnte diesmal nur von wenigen Ausflügen rapportieren, so über die SRV-Verbandswanderfahrt, den Kreuzlinger Marathon und eine Rudertour auf dem Rhein. Abgesagt werden musste der Rudereinsteigerkurs für Erwachsene, doch Ladina Meier akquirierte mit ihrer Ruderschule wenigstens ein paar Neumitglieder für den RCT.

Zwei Fanions an den Schweizer Meisterschaften als Höhepunkt

Schliesslich resümierte Michael Erdlen als Chef Leistungssport über ein eher ausgedünntes Jahr was Trainingslager und Regatten betrifft. Begonnen hat es mit der Absage des traditionellen Langstreckenrennens, wohlverstanden zwei Tage vor der Regatta. Schade, dass die neue Organisatorin Dörte Jahnk das perfekt geplante Rennen nicht umsetzen konnte. Nach einem Trainingslager in Italien planten die Männer einen Start im Achter an der berühmten Henley-Regatta in England, doch leider wurde auch dieser Anlass gestrichen. Eine Regatta nach der anderen wurden abgesagt, nur die Schweizer Meisterschaften wurden durchgeführt, allerdings erst im September. Dort brillierten vor allem die Frauen. Ladina Meier und Aline Schwyzer verteidigten den Meistertitel im leichten Doppelzweier und zusammen mit Katharina Zimmermann und Zara Vance holten sie auch den Titel im leichten Doppelvierer. Die Elite-Männer standen zweimal auf dem Podest. Simon Andermatt, Luca Nadig, Michel Wälti und Benjamin d’Uscio wurden Dritte im leichten Doppelvierer, Pascal Ryser, Matthew Wang, Janis Stoffel und Luca Nadig Dritte im Doppelvierer. Im Achter und Vierer-ohne resultierten 4. Plätze. Andreas Brander und Stefan Freiburghaus wurden zudem Vizemeister im Doppelzweier in der Kategorie Masters. Ein grosser Dank geht an den Cheftrainer Fabian Freimann, der seine Schützlinge ständig zum Training motivierte. Er hat es auch verstanden, gleich drei Achter an die Schweizer Meisterschaften zu schicken, je einen bei den Männern, bei den Frauen und bei den U17-Junioren.

Ronja Schwyzer gewinnt den Meistertitel bei den U15-Juniorinnen

Das von Sam Amstutz und Livius Schönle geleitete Nachwuchsteam musste wegen der Corona-Pandemie ihr Vorhaben gründlich anpassen. Anstatt Training auf dem Wasser oder im Bootshaus wurden Onlinetrainings via Videochat organisiert. Die ehrenamtlichen Trainer konnten die Jugendlichen stets bei Laune halten, sodass sie im September bereit für die SM waren. Herausragend war dort die Leistung von Ronja Schwyzer, die im U15-Skiff ihren ersten Meistertitel erkämpfte. Die U17-Burschen erzielten 5. Plätze im Vierer-ohne und im Achter. Für das neue Jahr ist geplant, den Nachwuchs noch mehr zu fördern und Buben und Mädchen den Rudersport beliebt zu machen.

Gesunde Finanzen

Reto Bussmann als Finanzchef berichtete in kurzen Worten über die Jahresrechnung. Auf schriftlichem Weg wurden die Mitglieder detailliert über das Finanzjahr orientiert. Weil für den Leistungssport aus bekannten Gründen weniger Aufwendungen zu verzeichnen waren konnten grössere Investitionen für Bootsmaterial vorgenommen werden. Die Liquidität war stets gesichert. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 1360 Franken ab. Daniela Jaun und Michael Warda haben die Revision der Jahresrechnung vorgenommen. Das Budget für 2021 sieht ein Gewinn von knapp neunhundert Franken vor. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert. Etwas Diskussionsstoff gab es im Vorfeld über die Einführung einer Eintrittsgebühr für neue Aktivmitglieder. Diese wurde notwendig, um den grossen administrativen Aufwand wegen der hohen Fluktuationsrate etwas zu verringern. Reto Bussmann bedankt sich bei Beatrice Bosshard für ihren unermüdlichen und tadellosen Einsatz in der Buchhaltung. Die Jahresrechnung und das Budget wurden einstimmig angenommen.

Revidierte Statuten wurden angenommen

Dorothee Ulrich orientierte die Zuhörer zusammenfassend über die Änderungen in den angepassten Statuten und bedankte sich bei Peter Höltschi für seine wertvolle Unterstützung bei dessen Umsetzung. Im weiteren Traktandum zeigte sie das neue Organigramm mit sechs Abteilungen. Weit über drei Dutzend Personen engagieren sich mit mindestens einem Amt für den RCT und es gibt noch immer vakante Stellen. Ohne Gegenstimmen wurden schliesslich die Vorstandsmitglieder gewählt, und zwar Dorothee Ulrich als Präsidentin, Lilly Stanzione als Leiterin Fitnesssport, Michael Erdlen als Leiter Leistungssport, Reto Bussmann als Leiter Finanzen, Livius Schönle und Sam Amstutz als Leiter Nachwuchs und neu Luca Nadig und Matthew Wang als Leiter Kommunikation & Sponsoring. Stanzione und Erdlen sind zudem Vizepräsidenten. Als Revisoren wurden Daniela Jaun und Michael Warda wiedergewählt.

Heiner Müller ruderte 3'333 Kilometer

Bei der Gratulation der Kilometer Clubmeisterinnen und Clubmeister wurden bei den Aktiven Ladina Meier (2'596 km) und Sam Amstutz (2'286 km), bei den Veteranen Astrid Hartmann (1'645 km) und Heiner Müller (3'333 km) und bei den Junioren Anjulie Hathaway (787 km) und Nicolas Mathews (1'118 km) geehrt. Trotz Corona wurden 85'389 Personen-Kilometer durch 212 Personen in 71 verschiedenen Booten gerudert.

Nach einer Stunde beendete Dorothee Ulrich diese denkwürdige Generalversammlung. Sie ist überzeugt, dass die rund fünfzig Zuschauer ihren Spass hatten.

Reto Bussmann

Langstreckenrennen Thalwil abgesagt

Das OK des Langstreckenrennens Thalwil hat die Absage des Rennens vom 14. März beschlossen. Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern und unseren Partnern!

Das OK um Dörte Jahnk hat in den letzten Wochen verschiedene Varianten geprüft: Eine Reduktion der Anzahl Athletinnen und Athleten wäre mit einer Durchführung in 4x oder 4- möglich gewesen. Andere Herausforderungen hätten nur mit Lockerungen aus Bundesbern funktioniert: Das Veranstaltungsverbot und die Maskenpflicht bei Wettkämpfen hätte fallen müssen. Wir sind uns nicht sicher, ob viele Ruderinnen und Ruderer ein Rennen mit Maske fahren möchten.

Auf diesen Grundlagen hat das Organisationsteam entschieden, dass die weitere Planung und eine Durchführung nicht verhältnismässig wäre. Das Rennen ist abgesagt.

Das OK bedankt sich bei allen, die mit Herzblut und Wille die Planung ermöglicht und vorangetrieben haben. Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft, der Seerettungsdienst, die Verkehrskadetten, die Seepolizei, die Gemeinde Thalwil, die Preissponsoren und natürlich unsere Helferinnen und Helfer vom Ruderclub Thalwil haben sehr klar signalisiert, dass sie sich einen Anlass wünschen. Vielen Dank!

Damit wir für einen etwaigen Ersatzwettkampf und den Hinweis auf die Ausführung 2022 einen direkten Draht behalten können, bitten wir alle Interessierten sich hier einzutragen: Formular Langstreckenrennen

Ein Bild vom Langstreckenrennen in Thalwil 2019.

Ein Bild vom Langstreckenrennen in Thalwil 2019.