Thalwiler Achter-Regatta mit internationaler Beteiligung

Bereits zum 32. Mal führte die vom Ruderclub Thalwil am Sonntag, 15. März 2026, die Achter-Regatta von Zürich nach Thalwil durch. Nach zwei trostlosen Tagen war das Organisationskomitee am Sonntagmorgen richtig glücklich, als es den azurblauen Himmel und den spiegelglatten Zürichsee erblickte. Im Laufe des Vormittags hat sich der See wegen einer steifen Bise zwar etwas aufgeraut, doch die fast dreihundert Ruderinnen und Ruderer zeigten sich gewohnt, auch mit etwas schwierigeren Bedingungen klarzukommen.

Der Ruderclub Thalwil hat sich gefreut über das breite Teilnehmerfeld aus Lausanne, Biel, Basel, Luzern, Bern, Baden, Rapperswil und natürlich aus Zürich. Speziell erfreut war man aber über die beiden deutschen Achter aus Konstanz und den Pasi-Achter in Gedenken an Pascal Ludwig aus der Region Lahn in Hessen. Zudem war ein Junioren-Achter aus Dublin (Irland) mit einer grossen Entourage am Start.

Die erste Serie mit 15 Booten der Kategorien Männer offen, Junioren und einem Teil der Männer Masters wurde um 09:50 Uhr vom Rennleiter Michael Erdlen auf die 6,8km lange Strecke geschickt. Zehn Minuten später folgten die restlichen 18 Achter aus den Kategorien Frauen offen, Frauen Masters, Juniorinnen und den Rest dem Männer Masters. Eigentlich wäre 09.50 Uhr und 10:00 Uhr geplant gewesen, effektiv verzögerte sich der Start um einige Minuten, weil nicht alle Boote rechtzeitig am Start waren. Für Liebhaber des Rudersports schlägt das Herz höher, wenn sie die Armada beobachten, wie sie sich durch den Zürichsee pflügt.

Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer bewegten sich ins Bootshaus in Thalwil und verteilten sich auf den Terrassen, im Clubraum oder direkt am Seeufer, um die Achter beim Zieleinlauf mit Applaus zu begrüssen. Der bekannte Radiomoderator Ralph Steiner und der Thalwiler Ruderer Sam Amstutz kommentierten die Regatta fachkundig. Unter den Zuschauern waren viele geladene Gäste von den Thalwiler Behörden, aus dem Bereich der Sponsoren und vom Gönnerverein Ruderclub Thalwil. Organisiert wurde die Regatta von Erdinç Benli und Ron Steijn, welche das Amt von Dörte Jahnk übernommen haben.

Ausgerechnet der Achter mit den irischen Junioren von Neptune Rowing Club Ireland war das schnellste Boot aller 33 Achter und gewann in einer Zeit von 22:14 Min. den Wanderpokal und schöne Naturalpreise. Bei den Frauen war es der Achter vom Ruderclub Zürich, welcher sich in einer Zeit von 24:25 Min. den Wanderpokal ergatterte. In der Kategorie Männer Elite siegte der Seeclub Zürich vor Lausanne Sports Aviron und dem Ruderclub Thalwil. Bei den Frauen klassierten sich hinter dem Ruderclub Zürich die Damen vom Grasshopper-Club und Neptun Konstanz. In der Kategorie Männer Masters siegte einmal mehr der deutsche Achter «Für Pasi», gefolgt von der Zürcher Renngemeinschaft RIZ/GC/Kaufleuten und Belvoir Ruderclub. Bei den Frauen Masters siegte der Rowing Club Bern vor Seeclub Luzern und dem Polytechniker Ruderclub Zürich. Erstmals belegte der Thalwiler Frauen-Achter nicht den letzten Platz, weil sich Nordiska Zürich und der Ruderclub Baden ganz knapp dahinter klassierten.

Dank unseren Sponsoren und Gönnern konnten zahlreiche Teilnehmer mit attraktiven Preisen beschenkt werden wie Übernachtungsgutscheine in einem Hotel in Klosters, Gutscheinen für das Brunch-Schiff auf dem Zürichsee, eine Fahrt mit einem Partyschiff oder mit viel Schokolade oder Badetüchern.

Reto Bussmann


 Rangliste (Auszug):

Elite Männer

1.      Seeclub Zürich 22:23 Min.

2.      Lausanne Sports Aviron 22:29 Min.

3.      RC Thalwil 22:39 Min. 

Junioren U19

1.      Neptune Rowing Club Ireland 22:14 Min.

2.      Grasshopper Club Zürich 22:37 Min.

Masters Männer

1.      Für Pasi (Lahn Deutschland) 23:06 Min.

2.      Rgm. RIZ/RCK/GC 23:37 Min.

3.      Belvoir Ruderclub Zürich 23:47 Min.

Elite Frauen

1.      Ruderclub Zürich 24:25 Min.

2.      Grasshopper Ruder Sektion 25:07 Min.

3.      RV Neptun Konstanz 27:19 Min.

Juniorinnen U19

1.      Belvoir Ruderclub Zürich 27:16 Min.

Masters Frauen

1.      Rowing Club Bern 26:43 Min.

2.      Seeclub Luzern 26:52 Min.

3.      Polytechniker Ruderclub Zürich 27:17 Min.

Ferner

6.      RC Thalwil 28:37 Min.

Die vollständigen Resultate findet man unter www.rcthalwil.ch

Starke Thalwiler im Team-Rowing an den Swiss Indoors

Am Samstag, den 7. März 2026, traf sich die Schweizer Ruderszene in der Stadthalle Zug zur Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften auf dem Ergometer. Somit ist die Regattasaison lanciert, welche bereits am 15. März 2026 mit dem Thalwiler Achter-Rennen beginnt.

An den diesjährigen Swiss Indoors gab es Neuerungen im Programm. Dazu gehörte unter anderem ein neuer Teamwettbewerb für die offene Kategorie über 2000 m, in dem es auch gleich neue offizielle Titel zu gewinnen gab. Auch in der Kategorie Beach Sprint, die einen Sprint zum Ergometer hin und davon weg beinhaltet, wurden in diesem Jahr erstmals Meistertitel vergeben.

U19 Junioren
Jonas Fröhndrich konnte an seine gute Form vom Vorjahr anknüpfen und endete sein Rennen über virtuelle 2000 Meter auf dem Ergometer auf Platz 10 bei 65 Junioren A in einer Zeit von 6:25,3 Min.

U17 Junioren

Der Thalwiler Elliot Widerberg erkämpfte sich über die 1500 Meter in einer Zeit von 5:10,1 Min. den sehr guten 15. Rang bei einer Beteiligung von 89 Junioren. Marco d’Ignazio und Charles Utterman folgten auf den Rängen 41 und 42.

U15 Junioren

Im Nachwuchs-Bereich, den 13/14-jährigen Burschen, überraschte Konstantin Mester in einer Zeit von 3:46,7 Min. über 1000 Meter mit dem 14. Platz. Ben Lyner und Platon Mordvintcev klassierten sich knapp dahinter im Feld von 58 Teilnehmern.

U15 Juniorinnen

In der Kategorie der jüngsten Juniorinnen waren Olivia Pauline Süssli als 32. und Gianna Carolo als 38. im Klassement zu finden.

Beach-Sprint Wettbewerbe mit Thalwiler Siegern
Die «Run-Row-Run»-Wettbewerbe wurden dieses Jahr erstmals als Meisterschaftsrennen ins Programm aufgenommen.

In der Kategorie Männer Open überraschte der Thalwiler William Widerberg mit einer sehr starken Leistung und wurde Schweizermeister! Dahinter folgten ein Erlenbacher und einer aus Lausanne. Der trainingsfleisse Widerberg hat diesen Titel sehr verdient.

Die meisten Meldungen sah das Rennen der Kategorie U19 Junioren. Und gerade in dieser Kategorie war der Thalwiler Alexander Klose der Schnellste.

Auch bei den Juniorinnen gab es für den RC Thalwil eine Erfolgsmeldung dank Pia Fröhndrich als Vize-Schweizermeisterin hinter Lina Rohner von Erlenbach.

Teamwettbewerb
Das neue Format des Teamwettbewerbs hatte nicht zuviel versprochen: Neu absolvierten in der offenen Klasse Vierer-Clubteams die Standard-Distanz von 2000 m. Dabei musste alle 30 Sekunden der Athlet respektive die Athletin auf dem Ergometer wechseln – was es laut und dynamisch machte. Hinter Erlenbach ind Basler Ruderclub klassierten sich die Thalwiler William Widerberg, Lars Elsener, Lorin Jacob und Nils Bussmann auf dem guten 3. Rang.

Teamsprint U 15 und U17
Beim Nachwuchs fand der Wettbewerb über 1000 m und in Mixed-Teams statt. Hier wurde der Wettbewerb als Relay durchgeführt und die StarterInnen wechselten alle vier nacheinander einmal auf den Ergometer. Die gemischten Teams hatten aus mindestens einer weiblichen Ruderin zu bestehen. In der Kategorie U15 siegte der Ruderclub Thalwil mit Ben Lyner, Konstantin Mester, Platon Mordvintcev und Olivia Süssli. Die Kategorie U17 klassierte sich der RC Thalwil in der Besetzung Elliot Widerberg, Charles Utterman, Lina Versfeld und Marco D’Iganzio auf dem 5. Platz.

Reto Bussmann

Der Ruderclub Thalwil ist auf gutem Weg

Bericht zur 94. Generalversammlung

Die GV des Ruderclub Thalwil am 5. März 2026 wurde von 67 Clubmitgliedern besucht.

Ein Berufsfischer besucht den RCT

Der Vorstand hat als Höhepunkt der diesjährigen GV Andreas Braschler für ein kurzes Referat über die Fischerei eingeladen. Der Berufsfischer aus Hurden erzählte von seinem Beruf als Fischer und über seinen Betrieb, welchen er in der sechsten Generation führt.

Jahresbericht der Präsidentin

Nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen Rico Bianchi (94), Silbermedaillengewinner an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und Monica Borner (80), langjähriges Aktivmitglied, blickte Dorothee Ulrich zurück ins Jahr 2025. Sie schätzt die gute Ambiance im Vorstand und bedankt sich bei der Clubleitung für den grossartigen Einsatz in allen Bereichen. Neue Mitglieder konnten insbesondere über den Einsteigerkurs gewonnen werden. Bei den Passivmitgliedern ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Total zählt der Ruderclub 398 Mitglieder. Ein wichtiges Projekt im vergangenen Jahr war die Weiterentwicklung der Vereinskommunikation, insbesondere die Neugestaltung der Website. Deshalb wurde mit Beatrice Buchser eine erfahrene Spezialistin eingeladen, die neue Homepage vorzustellen.

Fitnesssport bildet eine zentrale Säule im Vereinsleben

Regula Dietrich und Astrid Hartmann berichteten über ein ereignisreiches Jahr. Der Einsteigerkurs war erfolgreich, wie auch die verschiedenen Trainingsangebote. Erfreulich ist, dass im Bereich Masters-Rudern nun auch die Männer regattieren möchten, nachdem die Frauen seit einigen Jahren einen Achter stellen. Beliebt sind zudem die Ruder-Events für Firmen und Organisationen.

Im Leistungssport gibt es Potential

Michael Erdlen blickt auf ein intensives Jahr zurück mit vielen Trainings und Regatten. An den Meisterschaften wurden keine Fanions gewonnen, aber Medaillen in verschiedenen Kategorien. Er ist zuversichtlich für die Zukunft, insbesondere ist er zufrieden mit der Nachwuchsarbeit, welche unter der Leitung von Headcoach Giulia Pollini steht. Durch Schülerkurse sowie die Schnupperwoche «Sommer Ruderspass» konnten neue Juniorinnen und Junioren für den Rudersport gewonnen werden. Jonas Fröhndrich und Adrian Glass konnten am Coupe de la Jeunesse wertvolle internationale Erfahrungen sammeln.

Infrastruktur ist ein wertvolles Thema

Urs Grob berichtet, dass sich das Bootshaus, welches vor bald zwanzig Jahren gebaut worden ist, in einem sehr guten Zustand befindet. Jedoch bedauert er, dass die Anzahl an Bootsschäden zugenommen habe und weist darauf hin, dass Sorgfalt Priorität habe.

Gesunde Finanzen

Reto Bussmann bedankt sich bei Lara Vendrame für ihr grosses Engagement in der Buchhaltung und die Unterstützung des Finanzchefs. Dank Mitgliederbeiträgen und Sponsorengeldern sowie Spenden des Gönnervereins verfügt der Club über solide Mittel. Wie jedes Jahr wurde der eindrückliche Bootspark erneuert. CHF 42'000 wurden für drei neue Ruderboote investiert. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von CHF 5'414. Auf Basis gleichbleibender Mitgliederbeiträgen sieht das Budget 2026 einen Gewinn von knapp CHF 5'000 vor.

Der Vorstand bleibt konstant

Der Vorstand wird einstimmig wiedergewählt in den Personen von Dorothee Ulrich und Harry Minich (Co-Präsidium), Michael Erdlen (Leistungssport), Astrid Hartmann und Regula Dietrich (Fitnesssport), Urs Grob (Infrastruktur) sowie Reto Bussmann und Lara Vendrame (Finanzen). Für den Bereich Kommunikation hat sich Bernadette Häring zur Verfügung gestellt und wird einstimmig gewählt, wie auch Ursula La Roche und Frank Katzensteiner, welche für die Rechnungsprüfung zuständig sind.

Die sechs Kilometer-Meister ruderten 12'500 Kilometer

Die Kilometermeister wurden mit Zinnbechern geehrt. Antonia Blum (Aktive Ü65, 1’744 km), Astrid Hartmann (Aktive, 1’751 km), Hadley Prinsloo (Juniorinnen, 1’202 km); Steven Merz (Aktive Ü65, 1’348 km), Heiner Müller (Aktive, 4’545 km) und Jonas Fröhndrich (Junioren, 1’981 km) waren die Eifrigsten in ihren Kategorien.

«Fischchnuschperli» zum Nachtessen

Bevor die GV als geschlossen erklärt wird, durften die Mitglieder viele Termine mit Ruderanlässen verschiedenster Art zur Kenntnis nehmen. Der erste Termin ist bereits am Samstag, 7. März 2026 mit den Swiss Indoors Championships gefolgt von der Thalwiler Achter-Regatta am Sonntag, 15. März 2026.

Während der GV hat Andreas Braschler auf der Terrasse die Felchen zu einem knusprigen Fischmenü zubereitet und das Helferteam hat das Salatbuffet und die Crèmeschnitten bereitgestellt.

Reto Bussmann

Die Thalwiler Langstreckenregatta steht vor der Tür

Am Sonntag, 15. März 2026 wird zum 32. Mal die vom Ruderclub Thalwil organisierte Langstreckenregatta von Zürich nach Thalwil über 6,8 km durchgeführt. Wir erwarten fast vierzig Achter mit Steuerleuten und hoffen auf faire Bedingungen. Wettermässig erinnern wir uns sehr gerne an frühere Rennen, doch für die Ruderer ist es am angenehmsten, wenn sich der Zürichsee ohne Wellen und ohne Wind präsentiert.

Gestartet wird in folgenden Kategorien: Männer Elite, Männer Masters und Junioren, Frauen Elite, Frauen Masters und Juniorinnen. Der Start der ersten Serie mit etwa zwanzig Booten erfolgt um 09.50 Uhr, die zweite Serie wird um 10.00 Uhr losfahren. Der Massenstart in Zürich lässt alle Ruderherzen höherschlagen. Nach etwa 25 Minuten wird die Armada von begeisterten Zuschauern beim Bootshaus des Ruderclub Thalwil empfangen. Anschliessend an die Regatta werden die Ruderinnen und Ruderer mit einem Mittagessen verpflegt, welches vom benachbarten Hotel Alex in gekocht wird. Das sind weit über dreihundert Portionen Teigwaren.

Das Organisationskomitee ist seit mehreren Wochen beschäftigt, die Regatta zu organisieren. Dank einem eingespielten Team wissen alle, was zu tun ist. Eine Herausforderung besteht jeweils darin, schöne Preise für die besten Mannschaften zu organisieren. Auch dieses Jahr werden die schnellsten Achter bei den Männern und bei den Frauen mit je einem Wanderpokal geehrt. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, welche diesen Anlass unterstützen, sei es als Sponsor oder Helfer.

Autor: Reto Bussmann

Der Ruderclub Thalwil feiert Medaillen an den SM 2025

An den Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee vom 4.-6. Juli 2025 waren 744 Boote aus 55 Clubs am Start. Die Bedingungen auf dem sogenannten Göttersee waren wie üblich sehr fair und das Wetter war traumhaft. Knapp verpasste der Ruderclub Thalwil dieses Jahr den Gewinn eines Fanions, von welchen er bereits hundert gewonnen hat. Der RCT war mit 26 Ruderinnen und Ruderern in 18 Bootskategorien im Einsatz.

Thalwiler Frauen-Power  

Cara Pakszies und Gianna Schwyzer waren am Samstag im leichten Zweier-ohne und am Sonntag im leichten Doppelzweier im Einsatz. Im Riemenzweier verpasste das Duo das Podest ganz knapp, doch im Skull-Zweier gönnte man ihnen die viel bejubelte Silbermedaille. Im leichten Skiff zeigte die Cheftrainerin Giulia Pollini viel Mut und klassierte sich im Vorlauf als Dritte für den A-Final. Dank einem grandiosen Endspurt sicherte sie sich die Bronzemedaille und wurde von ihren Schützlingen gefeiert.

Die jungen Männer haben noch Potenzial

Aurel Frei und Nils Bussmann starteten im leichten Zweier-ohne und mussten sich als Siebte im A-Final geschlagen geben. Im schweren Doppelzweier verpassten die beiden Thalwiler Hünen Lars Elsener und William Widerberg als Vierte ganz knapp die Teilnahme am A-Final. Optisch gesehen hätten die beiden Muskelprotze gut dorthin gepasst. Die Enttäuschung war allen vier Thalwilern ins Gesicht geschrieben.

Beatrice Klose überzeugt weiterhin

Nachdem Beatrice Klose letztes Jahr bei den U17 noch Schweizermeisterin wurde, musste sie heuer bei den U19 starten. Im Doppelzweier zeigten Beatrice Klose und ihre Genfer Kollegin Eliora Camp ein bestechendes Rennen und wurden Vize-Schweizermeisterinnen. Der Jubel war gross im Thalwiler Lager. Klose war zudem im Doppelvierer in einer Renngemeinschaft mit Stäfa/Wädenswil im Einsatz, doch hier verpasste sie eine Medaille mit dem 5. Rang.

Jonas Fröhndrich und Adrian Glass fahren am Coupe de la Jeunesse

Jonas Fröhndrich erkämpfte sich im U19-Einer einen Platz im A-Final, in welchem er guter Fünfter wurde. Im Doppelzweier startete er mit einem Stäfner in Renngemeinschaft und verpasste das A-Final. Als Gesamtachter war er trotzdem zufrieden. Hauchdünn verpasste mit Adrian Glass ein zweiter Thalwiler die Teilnahme im Final der Doppelzweier. Der grossgewachsene Glass startete im Doppelzweier in Renngemeinschaft mit einem Genfer. Dank ihren guten Leistungen in dieser Saison dürfen sich Fröhndrich und Glass über die Selektion für die Teilnahme am Coupe de la Jeunesse freuen, welcher dieses Jahr in Linz (A) durchgeführt wird.

U15 und U17 Ruderinnen und Ruderer bereiten Freude

Der Nachwuchs reiste mit einem beachtlichen Kader von 16 eifrigen Juniorinnen und Junioren an den Rotsee. Jona Rüegg (U17) startete in Renngemeinschaft mit einem Erlenbacher im Doppelzweier. Nach einem Sieg im Vorlauf verpasste das Duo im Halbfinal den Sprung unter die besten Sechs ganz knapp. Im B-Final wurde Jona Rüegg Vierter. Der Doppelvierer Jona Rüegg, Nil Gargallo Ferrer, Alexander Klose und Carl Kümmeke wurden Gesamtzehnte. Eine sehr beeindruckende Leistung zeigte das schlagfertige Quartett Lina Versfeld, Amélie Wandel, Amélie Süssli und Hadley Prinsloo im Doppelvierer der Mädchen. Nach einem 2. Platz im Vorlauf durfte man viel erwarten im grossen Finale. Nach einem Hitchcock-Endspurt waren die Thalwilerinnen die Leidtragenden mit dem undankbaren 4. Rang – eine halbe Sekunde hinter den Medaillen. Hadley Prinsloo war zudem im Skiff im Einsatz und überzeugte. 22 Ruderinnen waren am Start und Prinsloo wurde nach zweiten Plätzen im Vorlauf und im Halbfinal sehr gute Gesamtfünfte.

Sehr stark waren auch die U15-Ruderer. Marcus Matthews, Elliot Widerberg, Charles Utterman und Sebastian Schmatloch wurden nach einem Vorlaufsieg im Final glänzende Zweite. Auch im Doppelzweier spielten Widerberg/Utterman eine wichtige Rolle. Nach vorderen Plätzen im Vorlauf und Halbfinal resultierte schliesslich der 5. Schlussrang. Heike Prinsloo, Magdalena Pardo de Santayana, Marcus Mathews und Sebastian Schmatloch waren im Mixed-Doppelvierer im Einsatz. Nach einem starken 2. Vorlaufplatz fuhren sie schliesslich auf den 6. Schlussrang. Ben Lyner/Platon Mordvintcev im Doppelzweier und Heike Prinsloo im Skiff mussten nach 5. Plätzen in den Vorläufen die Segel streichen.

SM-Feier im Bootshaus

Dank den guten Resultaten des gesamten Regatta-Teams durften die Ruderinnen und Ruderer viel Lob von ihren Trainern und von der Präsidentin Dorothee Ulrich entgegennehmen. Dem gesamten Trainer-Team unter der Führung von Giulia Pollini gebührt ein grosses Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz. Wie üblich wurde die SM gefeiert und die Eltern gehörten natürlich ebenso dazu. Bei dieser Gelegenheit wurde nochmals dem U17-Mixed-Doppelvierer mit Hadley Prinsloo, Jona Rüegg, Alexander Klose und Amélie Süssli gratuliert für den sensationellen 5. Platz am Final des Talents Cups, welcher anlässlich der Weltcup-Regatta auf dem Rotsee Ende Juni stattgefunden hat.

Reto Bussmann

Linthkanalfahrt - Teil 2

Linthkanal Taufe 2025 - Bericht von Marie-Hélène Wasmer

 Nach drei persönlichen Versuchen, endlich den Linthkanal herunterzurudern, sollte es nun endlich klappen: kein Auto im Kanal, nicht zu wenig und auch nicht zu viel Wasser. Aber hätte man erwartet, was diese Linthkanal-Fahrt alles bereithält? Nein, absolut nicht.

Das Wetter war wunderschön, mit angenehmer Temperatur. Der erste Wasserkontakt fand beim Nasseinstieg in Weesen statt. Wir zogen alle brav unsere Schuhe aus, damit wir später beim Rudern keine nassen Füße haben würden. Welch Ironie, wenn man bedenkt, was dann noch kam 😉

Nach einer kurzen Ruderrunde zum Aufwärmen reihten wir Linthkanal-Neulinge – Sandra, Chris, Fred und ich – (mit Steuerfrau Eva) uns in die Startschlange der insgesamt sieben Boote ein, direkt hinter GAIA. Fünf Minuten nach GAIA ging es für uns in den Kanal. Dank der starken Strömung des Kanals kamen wir sehr zügig voran. Die Spannung stieg, denn wir näherten uns der Schwelle bei Ziegelbrücke, und das Wasser wurde bereits etwas unruhiger. Man sah Eva die Konzentration an, und wir legten noch einmal ordentlich los. Dann gab Eva das Kommando zum „Schweben“ – und wir schossen richtig in die Schwelle hinein. Die erste Welle traf uns und machte uns ordentlich nass. „Na, nass wird man schon“, dachte ich noch – da erwischte uns schon die zweite und dritte Welle. Die letzte war definitiv zu viel, und AURORA tauchte tief ins Wasser ab.

Wie ein Stück Treibholz trieben wir den Kanal hinab, AURORA war manövrierunfähig und machte leider eine kurze Bekanntschaft mit dem Ufer. Zum Glück war der Schaden am Ende nicht allzu groß. Um unsere Linthkanal-Taufe vollständig zu vollziehen, kam das Kommando vom Rettungsschwimmer: Wir sollten das Boot verlassen und ans Ufer schwimmen. AURORA überließen wir dem Rettungsschwimmer, der sie zügig ans Ufer brachte. Wir mussten ordentlich schwimmen, um bei der Strömung das Ufer zu erreichen – aber wir kamen alle gut an. Seltsamerweise passierte uns die GAIA-Crew (Bernhard, Stephan, Barbara, Sandra und Andreas). Erst später erfuhren wir warum (siehe Bernhards Bericht). Triefend nass gingen wir zurück zur “geretteten” AURORA.
Sandra G. meinte nur: „Gut, dass wir beim Einsteigen so darauf geachtet haben, dass unsere Schuhe nicht nass werden.“ 😄

Nachdem AURORA wieder einigermaßen trockengelegt war, konnten wir herrlich erfrischt weiter rudern. Wer nun aber glaubt, dass es das mit dem unfreiwilligen Duschen gewesen ist, der täuscht sich. Wir wussten ja, dass für den Nachmittag noch Gewitter angesagt waren. Aber erstmal ging es sehr zügig den Kanal hinunter, und wir konnten die schöne umliegende Landschaft genießen. Bis Eva etwas beunruhigt meinte: „Uh, do hinte ischs aber chli schwarz!“ Kurz darauf hörte man das erste Donnergrollen über dem Zürichsee … oh oh. Ein kurzer Blick auf die Wetter-App zeigte: Das Gewitter war noch weit genug entfernt. Wir könnten zwar nass werden – aber hoffentlich blieb es dabei. Mittlerweile hatten wir den Zürichsee erreicht und entschieden uns, auf direktem Weg über Bollingen zurück nach Rapperswil zu rudern. Der Wind frischte zunehmend auf, und Sandra G., die nun das Steuern übernommen hatte, sah Blitze – zum Glück aber in weiter Ferne. Lange dauerte es nicht, und wir wurden nun auch von oben geduscht. Sandra G. war als Steuerfrau ohne Bewegung nicht zu beneiden, denn es wurde ziemlich kühl. Aber sie war vorbereitet und hatte zumindest eine leichte Regenjacke dabei. Zum Glück dauerte der Regen nicht allzu lange – bald zeigte sich wieder die Sonne. Eine warme Dusche in Rapperswil war also nicht mehr nötig.

Schon bald kam der Ruderclub in Sicht. Sandra legte gekonnt am Ponton an, und wir konnten AURORA aus dem Wasser nehmen. Allerdings hatten wir alle große Mühe beim Tragen. Diese knapp 30 km konnten doch nicht so anstrengend gewesen sein!? Ein Blick in die Luftkästen erklärte alles: Sie waren komplett mit Wasser gefüllt und mussten erst ausgepumpt werden. Danach hatten wir uns die feinen Fischknusperli redlich verdient – sie schmeckten wie jedes Jahr super.

Diese Linthkanal-Fahrt – oder besser: Taufe – wird uns noch lange in Erinnerung bleiben! 😄

RCT Linthkanal-Fahrt 2025 - Nur drei von sieben Crews blieben trocken

Ein Erfahrungsbericht von Bernhard

„Das bringt jetzt au nüt meh“, meinte Marie-Hélène, als Eva zur Lenzpumpe griff. Stimmt, man hätte den ganzen Linthkanal auspumpen müssen. Das Wasser stand über der Bootswand, die Crew sass in der Wanne. Mit gespreizten Flügeln war AURORA über die Stromschnelle in die Walze geschossen. Da nützten auch die sorgsam mit Folien abgedeckten Bug- und Heckpartien nichts, wenn die Walze über die volle Länge rollt. Wie ein sterbender Schwan mit ausgebreiteten Flügeln ging AURORA in den Fluten unter. Bald sah die Crew aus wie die tief im Wasser schwimmenden Kormorane – nur noch die Köpfe schauten aus den Fluten. Nun war Schwimmen angesagt! „Lasst das Boot los und schwimmt ans rechte Ufer“, instruierte der SLRG-Rettungsschwimmer. Er zog die AURORA flink ans linke Ufer.

War das ein Spektakel! Zusammen mit der ganzen Crew der GAIA verfolgte ich alles aus dem Logenplatz. Denn wir steckten unmittelbar nach der Stromschnelle am rechten Ufer mit dem Bug verkeilt in den Bordsteinen. „Läck het das gchroset“, war Luz‘ Kommentar zu unserer unfreiwilligen Landung. Er hatte als Organisator alles vom Ufer aus mitverfolgt. Ja, es war ein heftiger Ruck, den ich am Bug spürte. Aber es ging ohne Schleudertrauma ab. GAIA hatte die Stromschnelle wunderbar und trocken passiert – die Plastic-Abeckungen bringen wirklich was! – , dann drückte die naturgemäss stärkere Strömung in der Mitte des Kanals den Bug aber zum Ufer. Backbord konnten wir gar nicht mehr rudern. Backbord-Ruder lang! Mit dem Widerwassereffekt war dann jegliches Steuern vorbei – und crash-bumm-bang! Und wir steckten so blöd am rechten Ufer, dass AURORA hinter uns die Stromschnelle näher zur Mitte passieren musste. Und ja, dann passierte es halt. „Sorry, gäll!“ Chauffeur Marco hat sicher alles gnadenlos scharf auf Fotos festgehalten. Das gibt dann hoffentlich ein neues Foto-Tableau für den Clubraum oder ein Juni-Kalenderbild für 2026!

Zur Beruhigung: Das Wasser war warm, beide Boote schlugen nicht leck und konnten weiterrudern und wahrscheinlich sind auch die Schäden noch überblickbar. Genaueres wird man beim Samstag-Kaffee dann schon mal hören. Einige „Wasser“-Flaschen und ein Paar „Wasser“-Schuhe machten ihren Namen auch alle Ehre und trieben im Wasser davon.

Zwei Rettungsschwimmerinnen hatten inzwischen GAIA aus ihrer misslichen Lage befreit. Am Heck stiegen Barbara und Sandra H., wieder ein und auch ich setzte mich wieder in den Bug. Andreas und Stephan W. hatten GAIA gar nie verlassen müssen. Befreit trieben wir an Linthkanal-Täuflingen Chris, Fred, Marie-Hélène, Eva und Sandra G. vorbei, die sich schwimmend an Steinen und Büschen am Ufer festhielten. „Alles gut!“, rief die unerschrockene Sandra G. uns zu.

Wir waren froh, als wir sicher waren, dass der Bug nicht leckte. Die restliche Kanalfahrt ging problemlos. Vor uns dräuten über dem Obersee aber grimmig-schwarze Wolken. Auf eine Erkundungstour durch die Bätzimatt verzichteten wir und entschieden uns auch für die kurze Strecke nach Rappi über Bollingen. Das Wetter hatte schon die meisten MoBos vertrieben; das Wasser war nur windgerippelt. Bald glätteten heftige Regenschauer auch diese kleinen Wellen. Wir kamen zügig voran, die meisten Seezeichen passierten wir steuerbords und hielten so genug Abstand von allen weiteren Gefahrenstellen.

„Dir gseht guet us!“, hörten wir kurz vor Rappi aus einem Schluuchi. Andreas vom RCRJ empfing die sieben Boote auf dem Wasser, die dieses Jahr an der Linthkanal-Fahrt offiziell dabei waren. Viere Crews wurden nass, drei blieben trocken. Inoffiziell war auch noch ein waghalsiger Skiffier dabei. Beim Fischchnusperli-Essen auf der mittlerweile wieder sonnengetrockneten Terrasse des RCRJ hörte ich nur, dass der schon vor der Stromschnelle gekentert sei.

Was lernen wir daraus?

  • Die Linth-Kanal-Fahrt ist ein cooles Abenteuer und Rudern ist ein Wassersport.

  • Die Lenzpumpen gehören bei solchen Fahrten an Bord, reichen unter Umständen aber nicht aus.

  • Die Plastic-Abdeckung an Bug und Heck halten normale Wasserschwapper ab – aber keine Wasserwalze, die übers ganze Boot rollt. Da bräuchte es schon Spritzdecken wie bei See-Kajaks.

  • Wir sollten die Strömungsverhältnisse in Flüssen und Kanälen vorab als Crew verinnerlichen und uns als See-Ruderer mal überlegen, wie sich Boote im strömenden Wasser verhalten. Denn die Boote müssen schneller als die Strömung sein, damit man überhaupt Steuerdruck behält.

  • Die Strömung ist naturgemäss in einem geraden Kanal in der Mitte am schnellsten.  Selbst wenn das Boot zur Mitte gesteuert wird, drückt die Strömung den Bug wieder zum Ufer, wenn das Boot nicht deutlich schneller als die Strömung fährt.

  • Eventuell brächten Bug-Fender was, mit denen wir den ganzen Steven schützen könnten. Ich bring mal einen mit und schau das mit den Bootswarten an.

Der Thalwiler U17-Doppelvierer steht im Final des Talents Cup

Hadley Prinsloo, Jona Rüegg, Alexander Klose und Amélie Liliane Süssli - vier sechzehnjährige Teenager vom Ruderclub Thalwil - haben es dank ihrem Kampfgeist geschafft, sich für den Final im Talents Cup zu qualifizieren. Genau solche Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger suchen «Lucerne Regatta» und «Swiss Rowing» als Initianten des Talents-Cups, einem neuen Wettkampf im Mixed-Format für Mädchen und Burschen der Kategorie U17. Die 19 gemeldeten Mixed-Doppelvierer haben an den Regatten auf dem Lauerzersee, Schmerikon und Cham die Chance erhalten, sich am TALENTS-CUP zu beteiligen und die sechs Vereine mit der höchsten Punktzahl der drei Qualifikationsregatten erreichen den Final des Talents-Cups. Dieser wird am Samstag, 28. Juni 2025 auf dem Rotsee in Luzern inmitten der Weltelite ausgetragen.

In Cham gab es am Wochenende des 24./25. Mai 2025 am Samstag wiederum drei Vorläufe und am Sonntag in den frühen Morgenstunden die Finalläufe. Weil die motivierten Thalwiler ihren Vorlauf gewonnen haben, wussten sie, dass selbst ein 6. Rang genügen sollte für die Qualifikation. Gewonnen hat in Cham überraschend das Boot vom Seeclub Zug vor dem Seeclub Luzern, Club Aviron Vevey, Seeclub Zürich, Ruderclub Thalwil und Rowing Club Bern.

Das Schlussklassement zeigt, dass sich die Konstanz des Thalwiler Teams ausgezahlt hat. Mit einem 4. und zwei 5. Plätzen klassiert es sich mit 19 Punkten auf dem 4. Platz. Rangliste: 1. Seeclub Zürich 31 Punkte, 2. Basler Ruderclub 20 Punkte, 3. Seeclub Luzern 20 Punkte, 4. Ruderclub Thalwil 19 Punkte, 5. Seeclub Zug 19 Punkte, 6. Rowing Club Bern 18 Punkte.

Der Ruderclub Thalwil beteiligte sich an der zum 50. Mal ausgetragenen Regatta in Cham in zahlreichen Rennen. Der Elite Frauen-Doppelvierer Cara Pakszies, Gianna Schwyzer, Giulia Pollini und Selina Weibel (Erlenbach) siegte am Sonntag zwar knapp, doch dies war Balsam nach dem 2. Rang vom Samstag mit 9 Hundertstelsekunden Rückstand. Pakszies/Schwyzer holten zudem zwei 2. Plätze im Zweier-ohne, ebenfalls sehr knapp hinter dem Siegerboot. Im Doppelzweier klassierte sich dieses Duo im Mittelfeld. Lars Elsener startete bei den U23 im Doppelzweier und Doppelvierer in Renngemeinschaft mit einem Sieg und einem 2. Rang.

Im Junioren U19 Bereich zeigten Beatrice Klose hervorragende Leistungen mit Siegen und 2. Plätzen im Doppelzweier + Doppelvierer in Rgm. Ebenso erfolgreich war Jonas Fröhndrich im Doppelzweier mit einem Stäfner. Und schliesslich siegte der Doppelvierer Jona Rüegg, Jonas Fröhndrich, Nils Bussmann und Aurel Frei.

Reto Bussmann