Am Freitagnachmittag dem 5. November fuhren wir in zwei Bussen und mit einem schwerbepackten Bootsanhänger los in Richtung Turin zum Silverskiff, dem grössten Einerrennen der Welt. Es hatte nicht viel Verkehr und die Fahrt verlief deshalb sehr ruhig. In den Bussen selber ging es aber ganz und gar nicht ruhig zu und her, die Musik dröhnte laut aus den Musikboxen, es wurde gesungen und Spiele gespielt. Nach einer ca. 5 stündigen Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel, das «Best Western Hotel Genova» in Turin. Es war etwa 23 Uhr als wir im Hotel eincheckten und unser Gepäck auf die Zimmer bringen konnten. Manche der Gruppe waren von der langen Reise erschöpft und freuten sich schon auf ihr Bett, während andere noch topfit waren und keinesfalls ans Schlafen denken wollten. Diese Gruppe machte sich also auf für eine Erkundungstour durch das nächtliche Turin.
Am Samstagmorgen 6. November stand um 7:30 Uhr das Frühstück auf dem Plan. Alle stärkten sich, weil wir danach losfahren wollten, um unsere Boote anzuriggern, um zum ersten Mal die 11 Kilometer lange Rennstrecke abzufahren. Manche kannten die Strecke bereits von vorherigen Jahren, doch für andere war es das erste Mal. Doch Angst vor dem Verirren musste man nicht haben, da der Po nicht sehr breit ist und mit Hilfe einer Boienkette genau gekennzeichnet wird, wo man fahren soll. Zuerst fuhr man ca. 5,5km gegen die Strömung flussaufwärts, dort wurde dann gewendet und danach ging es flussabwärts mit der Strömung wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Herausforderung dabei lag darin, dass der Po nicht geradlinig verläuft, sondern sehr viele Kurven macht und an den Ufern des Flusses viele Bäume wachsen, welche teils ziemlich weit in den Fluss hineinragen.
Nach dem Training fuhren wir zurück ins Hotel um zu duschen und danach teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und machten uns auf den Weg zum Mittagessen. Am Nachmittag wollten wir etwas als ganzes Team machen und entschieden uns für einen Escape-Room, da bei diesem Teamgeist gefragt ist. Danach war es schon dunkel und Zeit zum Abendessen. Wir suchten vergebens nach einem Restaurant, welches noch Platz für 20 Personen bieten konnte, also machten wir es wieder wie am Mittag und teilten uns auf. Am Abend hiess es früh ins Bett gehen, da am wir am nächsten Tag alle fit sein mussten.
Am Sonntag 7.November trafen wir uns schon um 7 Uhr zum Frühstück. Danach mussten wir schon aus dem Hotel auschecken und zur Regattastrecke fahren. Dort angekommen wurden die Startnummern ausgeteilt und jeder machte sein Boot bereit. Dann wurde nochmals die Startzeit gecheckt und angeschaut, wie man sich am Start einreihen muss. Nun gingen wir in kurzen Zeitabständen nacheinander auf Wasser fürs Aufwärmen und danach zum Start.
Alle gaben im Rennen ihr bestes, manche waren mit ihren Ergebnissen mehr zufrieden und andere weniger. Aber alle fuhren das Rennen zu Ende. Und dass ist es, was zählt.
Nach dem Rennen wurden die Boote in einem beachtlichen Tempo wieder auf den Anhänger verladen und kurze Zeit später waren wir dann alle bereit zur Abfahrt zurück nach Hause in die Schweiz.
Gianna Schwyzer