Silverskiff 2021, Turin

Am Freitagnachmittag dem 5. November fuhren wir in zwei Bussen und mit einem schwerbepackten Bootsanhänger los in Richtung Turin zum Silverskiff, dem grössten Einerrennen der Welt. Es hatte nicht viel Verkehr und die Fahrt verlief deshalb sehr ruhig. In den Bussen selber ging es aber ganz und gar nicht ruhig zu und her, die Musik dröhnte laut aus den Musikboxen, es wurde gesungen und Spiele gespielt. Nach einer ca. 5 stündigen Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel, das «Best Western Hotel Genova» in Turin. Es war etwa 23 Uhr als wir im Hotel eincheckten und unser Gepäck auf die Zimmer bringen konnten. Manche der Gruppe waren von der langen Reise erschöpft und freuten sich schon auf ihr Bett, während andere noch topfit waren und keinesfalls ans Schlafen denken wollten. Diese Gruppe machte sich also auf für eine Erkundungstour durch das nächtliche Turin.

Am Samstagmorgen 6. November stand um 7:30 Uhr das Frühstück auf dem Plan. Alle stärkten sich, weil wir danach losfahren wollten, um unsere Boote anzuriggern, um zum ersten Mal die 11 Kilometer lange Rennstrecke abzufahren. Manche kannten die Strecke bereits von vorherigen Jahren, doch für andere war es das erste Mal. Doch Angst vor dem Verirren musste man nicht haben, da der Po nicht sehr breit ist und mit Hilfe einer Boienkette genau gekennzeichnet wird, wo man fahren soll. Zuerst fuhr man ca. 5,5km gegen die Strömung flussaufwärts, dort wurde dann gewendet und danach ging es flussabwärts mit der Strömung wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Herausforderung dabei lag darin, dass der Po nicht geradlinig verläuft, sondern sehr viele Kurven macht und an den Ufern des Flusses viele Bäume wachsen, welche teils ziemlich weit in den Fluss hineinragen.

Nach dem Training fuhren wir zurück ins Hotel um zu duschen und danach teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und machten uns auf den Weg zum Mittagessen. Am Nachmittag wollten wir etwas als ganzes Team machen und entschieden uns für einen Escape-Room, da bei diesem Teamgeist gefragt ist. Danach war es schon dunkel und Zeit zum Abendessen. Wir suchten vergebens nach einem Restaurant, welches noch Platz für 20 Personen bieten konnte, also machten wir es wieder wie am Mittag und teilten uns auf. Am Abend hiess es früh ins Bett gehen, da am wir am nächsten Tag alle fit sein mussten.

Am Sonntag 7.November trafen wir uns schon um 7 Uhr zum Frühstück. Danach mussten wir schon aus dem Hotel auschecken und zur Regattastrecke fahren. Dort angekommen wurden die Startnummern ausgeteilt und jeder machte sein Boot bereit. Dann wurde nochmals die Startzeit gecheckt und angeschaut, wie man sich am Start einreihen muss. Nun gingen wir in kurzen Zeitabständen nacheinander auf Wasser fürs Aufwärmen und danach zum Start.

Alle gaben im Rennen ihr bestes, manche waren mit ihren Ergebnissen mehr zufrieden und andere weniger. Aber alle fuhren das Rennen zu Ende. Und dass ist es, was zählt.

Nach dem Rennen wurden die Boote in einem beachtlichen Tempo wieder auf den Anhänger verladen und kurze Zeit später waren wir dann alle bereit zur Abfahrt zurück nach Hause in die Schweiz.

Gianna Schwyzer

Unser 1. Sponsoring - Anlass am 6.Oktober 2021

Am 6.Oktober fand unser 1. Sponsoren-Anlass statt. Eingeladen waren alle Sponsoren des neuen Sponsorenclubs für den Nachwuchs, unser Gönnerverein und die Inserenten des RCT Infos. Der Vorstand inklusive Trainer und Trainings-Chefs waren auch anwesend.

Der Abend wurde durch unsere Kommunikationschefs Luca Nadig und Matthew Wang organisiert und exzellent begleitet. Wir hatten sogar die Ehre, den höchsten Thalwiler, den Gemeindepräsidenten Märk Fankhauser, bei uns haben zu dürfen. Er erklärte uns und den Sponsoren in seiner Rede, wie wichtig die Jugendförderung und explizit der Ruderclub für Thalwil sei und warum Thalwil wahrscheinlich trotzdem die attraktivere Ruder-Küste sei als die gegenüberliegende Goldküste. Wir nehmen ihm dies natürlich gerne ab und danken ihm für die selbstbewusstseins- stärkenden Worte.

Unser Programm startete draussen vor dem Bootshaus mit reichlich Action: Der nigelnagelneue schwere Männerachter landete an unserem Steg. Es entstiegen ihm mit unübertrefflicher Eleganz unsere starken Männer.

Das Boot hatte offiziell noch keinen Namen und wurde deshalb, nachdem es gut abgetrocknet wurde, feierlich auf den Namen Thalwil getauft. Im Taufspruch steht geschrieben, dass das Boot zum Sieg hin führen soll. Der Name Thalwil stehe für Stärke und Willenskraft. Das Ziel sei, dass der Achter dem Nachwuchs viele Trainingsstunden auf dem Wasser ermöglichen werde, um anschliessend an den Regatten viele Erfolge einzuheimsen. 

Vom Hotel Alex wurden wir reichlich mit mehreren „Apéro-Stufen“ (zuerst kalt und dann warm) kulinarisch verwöhnt. Dafür geht ein grosses Dankeschön an den Direktor Daniel Weist und seine Crew.

Zudem haben Luca Nadigs Eltern uns aus ihrem Weingut im Thurgau mit edlen Tropfen verwöhnt, das war einmalig. Wir haben nun im RCT einen neuen Ruderwein mit RCT- Etikette, der wirklich köstlich mundet.

Etwas später, drinnen im warmen Clubraum, erzählten unsere U 23 Weltmeister Linus Copes und Pascal Ryser aus ihrem Ruderalltag. Der Weg an die internationale Spitze ist im Rudern extrem hart und mehrere Schuhnummern grösser als an die nationale Spitze. Heute schafft das niemand mehr ohne Vollsportler zu sein und zusätzlich einen grossen Support zu bekommen. Linus und Pascal haben es vor ein paar Jahren an die Spitze geschafft.  Danach haben sie jedoch Unterbrüche gehabt, sind aber jetzt wieder im Achterteam des RCT aktiv, worüber wir im Club sehr froh sind.

Es folgte nun der warme Apéro mit köstlichem Risotto und vielem mehr. Zudem bestand genügend Zeit, um sich kennenzulernen und zu plaudern.

Später erklärten unsere Nachwuchs-Chefs Linus Schönle und Sam Amstutz, dass wir mit dem neuen Sponsorenclub für unsere Junioren erstmal eine Trainerin im 30 % Pensum anstellen können, die unsere Junioren und Juniorinnen U 15 und U17 unter ihre Fittiche nimmt. Wir sind deshalb dem neuen Sponsorenclub für unseren Nachwuchs zu grossem Dank verpflichtet. Erwähnt wurde auch unser brandneuer, grosser Bildschirm in der Eingangshalle, auf dem unsere Sponsoren mit Logo sichtbar sind.

Die Feedbacks über den Anlass waren allesamt sehr positiv, man staunte, wie die jungen Personen den Abend absolut professionell und mit einem inneren Feuer für den Rudersport organisiert und durchgeführt haben. Es hat inzwischen im Ruderclub eine tolle Durchmischung von „Jung und Alt“ stattgefunden, Chapeau! Dafür sei allen ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Der nächste Sponsorenanlass wird anlässlich der Thalwiler Achter-Regatta im kommenden März stattfinden. Sobald das Programm steht, werden wir informieren.

 

Text: Dorothee

Rösticup

Die Trennung zwischen der Romandie und der Deutsch-Schweiz ist trotz vieler Versuche noch immer spürbar (auch bekannt als „Röstigraben“). So geschah es, dass der Ruderclub Vevey sich erstmals im Jahr 2017 entschied den sogenannten „RöstiCup“ zu erfinden. Der „RöstiCup“ sollte die Vernichtung des „Röstigraben“ symbolisieren, wobei dieser sich aus genau diesem Grund auch auf dem Ort der Trennung, auf der Saane bzw. dem Schiffenensee stattfindet. Der „RöstiCup“ wird in 8+ gerudert, über eine gesamt Strecke von 6.5 km. Diese Regatta wird in den Kategorien Junioren, Senioren und Masters bekämpft und ist sogar offen für Frau- und Männermannschaften.

Unser Tag fing schon früh um 8:00 im RCT statt. Hier trafen wir uns und machten uns gemeinsam mit dem Clubbus auf den Weg in Richtung „RöstiCup“. Leider waren wir nur fünf U19, da drei Personen von unserem 8+ Krank waren und demzufolge nicht rudern konnten. Trotz dessen war es Fabian Freimann, unserem Trainer, möglich von einem anderen Club aus der Romandie drei Ersatze zu finden. Motiviert kamen wir nach etwa 2.5h am „RöstiCup“ in Fribourg an. Unsere ersten Gedanken waren: „Wer sind unsere drei Ersatz Personen von der Romandie? Sind sie gut im Rudern? Verstehen sie Deutsch?“ Wir stellten uns endlose Fragen zu den Dreien, die Teil unseres 8+ werden sollten. Als wir sie endlich trafen war ich fasziniert, sie konnten nicht nur gut Deutsch, sondern auch exzellent Englisch und machten uns so die Kommunikation in unserem Boot einfach. Nicht nur ihre sprachlichen Talente waren zu erkennen, sondern auch ihre physischen Fähigkeiten kamen auf dem Wasser deutlich zum Vorschein. Zuerst mussten wir noch unseren 8+ anrigern, dies ging jedoch mit der Hilfe von der ganzen Mannschaft ziemlich schnell. Somit konnten wir endlich aufs Wasser. Nach einer kurzen Runde auf dem Wasser von ungefähr 30min kamen wir schon wieder zurück, denn dies war nur eine kurze „Auf-Wärm-Runde“. Wir genossen noch unser Mittag essen und bereiteten uns Mental auf das Rennen vor. Hierbei freundeten wir uns auch immer mehr mit dem Romandie-Teil unseres Schiffs an. Schliesslich war es Zeit für das Rennen. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie motiviert wir alle waren unser Bestes zu geben. Als ich das „Attention…GO“ hörte war das Boot voller Fokus. Wir alle versuchten jeden einzelnen Schlag zu perfektionieren. So schnell das Rennen anfing, war es auch schon wieder vorbei. Am Schluss angekommen wussten wir, dass wir ein gutes Rennen gefahren hatten, vor allem mit einer Mannschaft, die im ersten Mal zusammen fuhr. Nach dem Rennen machten wir noch ein bequemes Ausrudern und gingen wieder an Land. Zuletzt rigerten wir unseren 8+ nochmals ab, befestigen ihn am Hänger und machten uns zufrieden wieder auf den Weg nach Hause.

Insgesamt war dies einer der besten Regatten an denen ich je teilgenommen habe. Dies nicht nur wegen der Leistung unseres Bootes, aber auch wegen der drei neuen Freunde die ich gemacht habe. Für mich zeigte mir der RöstiCup bzw. die Erfahrung mit einer Mannschaft von beiden Seiten, dass es wahrlich keine Barriere mehr gibt zwischen der Romandie und der Deutsch-Schweiz.

 Alexander Schön

Neue Nachwuchstrainerin im RCT

Der Ruderclub Thalwil blickt mit gemischten Gefühlen auf die letzte Saison zurück. Einerseits erzielte das Frauenteam hervorragende Ergebnisse, belohnt durch mehrere Medaillen und gekrönt durch einen SM-Titel. Andererseits blieb das Team der schweren Männer deutlich hinter ihren Erwartungen zurück. Sowohl die leichten Männer als auch die Junioren erzielten zumeist Resultate im Mittelfeld.

Seit dieser Woche läuft das Training im RCT wieder. Nach einer langen und erneut speziellen Saison blicken wir voller Vorfreude auf die Saison 2022. Wir haben einige Änderungen im Trainingsalltag vorgenommen. Die Unterstützung unserer Sponsoren, ermöglichte es uns, eine neue Trainerposition auszuschreiben. Das Ziel war es, einen neuen Nachwuchscoach anzustellen in einem 30% Pensum. Diese soll sich um unsere Jüngsten Athleten kümmern. Wir freuen uns, euch mitteilen zu dürfen, dass wir diese Trainerperson mit Lara Eichenberger nun gefunden haben. Lara war langjähriges Mitglied des schweizerischen Ruderverbandes und gewann mehrere Medaillen an U23 Welt- und Europameisterschaften. Nun kann sie ihre Langjährigen Erfahrungen weitergeben und für die nächste Thalwil-Generation sorgen. Lara ist seit dem 1. Oktober bei uns eingestellt und wir als Vorstand sind sehr zuversichtlich, dass sie diesen Job sehr gut ausüben wird. Natürlich funktioniert ein Verein nicht ohne freiwilligen Helfern. Lara hat ein Team von fünf Miliztrainern, die sie sehr tatkräftig unterstützen. Mit diesen Änderungen im Nachwuchs schauen wir zuversichtlich auf eine neue Saison.

Der kleine, feine Ruderausflug

Ein Rudererlebnis der besonderen Art durfte Mitte September 2021 eine auf wenige Teilnehmer limitierte Thalwiler Gruppe am Genfersee erleben.

Am Samstagmittag starten wir bei schönstem Herbstwetter in La Tour-de-Peilz, rudern vor grossartiger Landschaft auf ruhigem Wasser, vorbei an Montreux‘ berühmter Kulisse Richtung Villeneuve.  

Das Schloss Chillon kennen die meisten, aber kaum jemand konnte das historische Bauwerk jemals vom Ruderboot aus bewundern. Grossartig der Blick vom kleinen Ruderboot auf die wuch­tigen alten Mauern!

Weiter um die kleine «Île de Peilz» - die eigentlich nur aus einem imposanten Baum besteht - herum und ins Naturschutzgebiet der Vieux Rhône. Ein schmaler Wasserweg, links und rechts Urwald, Natur pur.

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Zurück über den See nach La Tour-de-Peilz 

Am Abend möchten wir ein authentisches Lokal besuchen und finden es im «Les 3 Sifflets» in Vevey. Im malerischen Hof werden wir kulinarisch verwöhnt. Malakoff, eine russische Speise? Nein, eine Waadtländer Spezialität:  Käsebällchen, mit Mehl, Milch und sehr viel Weisswein bereichert und im ÖL frittiert. Eine uns unbekannte Köstlichkeit! Das Fondue moitié moitié wird mit Marschmusik und militärischem Pomp serviert, der Pfeffer, der schlussendlich ein Schweizer Kreuz auf dem flüssigen Käse im Caquelon zeichnet, mit einer überdimensionierten Pfeffermühle dazugegeben. Herrlich!

Am Sonntagvormittag rudern wir in westlicher Richtung vorbei an Winzerdörfern und Rebbergen mit klingenden Namen wie Saint-Saphorin, Rivaz, Epesses, Dézaley usw. Und damit vorbei an den weltberühmten Rebhängen des Lavaux, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Die Wärme, die Sonne, das gleissende Licht, der wechselnde Blick zwischen den unendlich scheinenden Rebbergen und dem meerähnlichen See vermitteln einem das Bild von etwas Magischem, Mystischem, Unwirklichem. Zwischendurch fühlt man sich wie im Spielzeugland: Da die Eisenbahn, die durch das Weinberg-Gebiet mit Dörfern und kleinen Weilern fährt, dort die eleganten Raddampfer und die Segelschiffe, die über dem Wasser zu schweben scheinen. Aber nein, es ist Wirklichkeit, die Wirklichkeit einer überwältigenden Landschaft.

«Les copines d’abord», Schloss und Weingut , «Château de Glérolles» in Saint-Saphorin

Abgerundet wird das Wochenende mit dem offerierten Spaghetti-Plausch beim Damen-Ruderclub La Rame in La Tour-de-Peilz.

Die Erwartungen an dieses Wochenende waren gross. Sie wurden weit übertroffen! Übertroffen von den schönen Ausfahrten, von den Eindrücken, von der Landschaft, vom Essen. Weit mehr übertroffen aber von der überwältigenden Gastfreundschaft, die wir erleben durften! Judith Laghnimi vom Ruderclub La Rame, die uns eingeladen hat, und ihre Kollegin Silvia Bianchi haben auf die Teilnahme am Fest zum 70-jährigen Jubiläum ihres Clubs verzichtet, um uns dieses Wochenende zu ermöglichen. Sie haben uns ihre Boote zur Verfügung gestellt, uns begleitet und uns die Schätze ihrer Region gezeigt. Und sie haben uns am Sonntagmittag mit Selbstgekochtem, Selbstgebackenem und einem Vin mousseux aus der Gegend rundum verwöhnt.

Dieses Weekend werden wir so schnell nicht vergessen. Nochmals herzlichen Dank an die Gastgeberinnen Judith und Silvia!









Luzius Steinegger

Zum Video Weltkulturerbe Lavaux:  https://www.youtube.com/watch?v=5FhV9ZPCQJg

Ruderwanderfahrt auf dem Bodensee

Das Fazit gleich zu Beginn: Diese Wanderfahrt war einfach toll! Perfekt organisiert, abwechslungsreiche Ruderstrecken, eine sympathische, vergnügte Gruppe und auch das Wetter spielte (fast) immer mit.

 

Und nun der Reihe nach:

1. Tag: Die Weite des Bodensees erleben (von Kreuzlingen nach Romanshorn und zurück)

Wir treffen uns beim Ruderclub Kreuzlingen; die meisten sind mit der Bahn gereist und haben unterwegs schon geplaudert und gelacht. Hermann erwartet uns, er hat die Boote (Castor, Aurora und Babu) von Thalwil nach Kreuzlingen gebracht. Wir laden zügig ab und riggern die Boote auf, doch der Ruderstart verzögert sich, da wir im dichten Nebel nicht gleich losfahren wollen. Wir werden noch feststellen, dass der Nebel am Bodensee ein ständiges Thema ist…

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Sobald die Sicht etwas besser wird, legen wir los, dem Seeufer entlang nach Romanshorn. Wir rudern in Ufernähe, doch der Bodensee zeigt auch so seine grosszügige Weite, - ganz anders als unser schmaler Zürisee. In Romanshorn legen wir am Kiesstrand bei der (geschlossenen) Badi an. Die Kioskbetreiberinnen haben ein feines Mittagessen für uns vorbereitet. Gerade rechtzeitig setzt sich die Sonne durch und wir geniessen Salate und Bratwürste mit Blick auf den See. Auf der Rückfahrt nach Kreuzlingen sind dann die Dörfer, Wälder und Landwirtschaftsgebiete gut sichtbar.

Von Kreuzlingen bringt uns die Thurbo-Bahn nach Tägerwilen-Gottlieben. Einige besonders durstige Ruderinnen und Ruderer genehmigen sich in Gottlieben einen Apéro, die andern treffen sich erst zum Nachtessen im Hotel Ochsen. Auf jeden Fall geniessen wir alle die Entspannung nach dem ersten Rudertag.

 

2. Tag: Vielseitige Aus- und Einblicke (von Kreuzligen nach Überlingen und zurück)

Auch am Freitagmorgen liegt dichter Nebel über dem Bodensee. Wir wagen uns erst aufs Wasser, nachdem die Landspitze von Petershausen sichtbar wird. Dann rudern wir zügig zur malerischen  Insel Mainau, die Sicht wird zunehmend besser. Wir überqueren den See zum Pfahlbaumuseum, ein eindrücklicher Anblick.

Weiter geht es nach Überlingen, wo wir beim Ruderclub anlegen. Zum Mittagessen sind wir im Restaurant «Keller Werft»: Durch eine riesige Glasscheibe sehen wir direkt in die Boots-Werkstatt hinein. Auf dem Rückweg nach Kreuzlingen wird es so richtig warm und der Bootsverkehr nimmt zu.

Vor dem Nachtessen spazieren wir durch das malerische Dorf Gottlieben und lassen uns dann im Restaurant Krone verwöhnen.

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3. Tag: Vom Nebel in die Sonne (von Kreuzlingen via Radolfzell nach Steckborn)

Auch an diesem Morgen liegt dichter Nebel über dem Bodensee. Wir wagen uns dennoch gleich aufs Wasser, denn heute rudern wir in Ufernähe nach Konstanz und weiter auf dem Seerhein in den Untersee. Der Nebel sorgt für eine geheimnisvolle, fast mystische Stimmung und vor den Schilfgürteln versammeln sich zahllose Schwäne.

Doch auch diesmal setzt sich die Sonne durch. Ein schmaler Durchstich vom Unter- in den Gnadensee sorgt für Abwechslung und ein eigenartiger Fisch für Lachanfälle: Mehrmals stellt er sich tot und schnellt dann wie verrückt davon.

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In Radolfzell steigen wir etwas wacklig aus, von der langen Fahrt schmerzen die Hintern. Nach der Picknickpause rudern wir auf direktem Weg nach Steckborn; inzwischen sind sehr viele Boote unterwegs, der Himmel strahlend sonnig. Unsere Boote können wir diesmal beim Ruderclub Steckborn deponieren, bevor wir zurück ins Hotel fahren.

 

4. Tag: Abschluss mit Herausforderungen (von Steckborn nach Schaffhausen)

Der letzte Tag hats in sich. Als wir in Steckborn ankommen, beginnt unerwartet ein heftiger Sturm. Unsere Steckborner Kolleg:innen kommen fluchtartig vom See ans Land zurück und wir warten im Clubhaus, bis sich der Wind einigermassen legt. Vor dem Ablegen werden wir über die Flussfahrt informiert: Strömung, Kursschiffe, Fahrordnung und die heimtückischen Wiffen, - klingt ziemlich gefährlich. Zum Glück weist Astrid doch noch darauf hin, dass diese Strecke landschaftlich besonders schön ist! Und tatsächlich: Die Fahrt durch Stein am Rhein und anschliessend auf dem Rhein sind phantastisch.

Zuerst eine malerische Altstadt und anschliessend wunderschöne Flussufer mit Auenwald. Das Rudern auf dem Fluss fordert jedoch höchste Aufmerksamkeit. Luz, Astrid und Heiner steuern uns sicher durch diese Etappe und lassen sich auch durch die heftigen Wellen eines Kursschiffes nicht gross beeindrucken.

Nach einem üppigen Menu im Badi-Restaurant Diessenhofen rudern wir zum Clubhaus von Schaffhausen. Dort erwarte uns die letzte Herausforderung: Anlegen, gegen die Strömung, ungewohnt und nicht gerade einfach. Nun bleibt nur noch Boote abriggern, aufladen und vor der Heimfahrt noch im Clubhaus anstossen…

Und zum Schluss das Wichtigste: Ein riesengrosses, herzliches DANKESCHÖN an das Organisationsteam Astrid, Daniela, Antonia, Stefan und Heiko. Ihr habt wirklich einen super Job gemacht!

Text: Judith Egloff

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Ruedererwy - Engelwy

Unser neuer Ruedererwy ist da - der Engelwy aus Uesslingen/TG. Ein spritziger Weisswein der Sorte Müller-Thurgau, fruchtig, elegant und frisch, gepaart mit einer leichten Muskatnote. Ideal zum Apéro aber auch zu Fisch und Käse.

Mit dem Kauf des Ruedererwy unterstützt Du den Ruderclub Thalwil!

Die Verbindung zwischen unserem neuen Partner und dem Ruderclub stellt Luca Nadig her. Er ist ein aktuelles Vorstandsmitglied im RCT, rudert seit einigen Jahren im Männerachter und war schon vorher bei den Junioren dabei. Das Weingut ist mit seiner Familie assoziiert und sie freuen sich auf die Zusammenarbeit, welche auch über den Ruedererwy hinausgehen wird.

Am Montag, 27. September 2021 kannst Du zwischen 17.30 und 18.30 den Wein im Ruderclub Thalwil degustieren.

Der neue Ruedererwy ist ein Müller-Thurgau mit Jahrgang 2020. Ein Karton mit 6 Flaschen à 75 cl kostet CHF 90.--. Bestellen kannst Du ab sofort mit dem untenstehenden Formular bis zum 30. September 2021 . Abholbereit ist der Wein ab ca. Ende November 2021 im RCT, Du wirst frühzeitig informiert.

Zahlung bitte nach Erhalt der Rechnung und vor Abholung.