Überraschend starker Ruderclub Thalwil an den Schweizer Meisterschaften

55 Rudervereine mit 627 Booten haben am Wochenende vom 10. bis 12. September 2021 an den Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee teilgenommen. Der Eintritt wurde nur den Zuschauerinnen und Zuschauern gewährt, welche ein gültiges COVID-Zertifikat vorweisen konnten. Am Freitag mussten die Rennen wegen einem Gewitter mit Hagelschlag und Böen unterbrochen werden. Ansonsten waren die Wetterverhältnisse am Wochenende tadellos bei angenehmem Sonnenschein.

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Ladina Meier und Aline Schwyzer holen Gold, Silber und Bronze

Im leichten Doppelzweier verteidigten Ladina Meier und Aline Schwyzer ihren Schweizer Meistertitel souverän. Nach einem Sieg im Vorlauf kontrollierten sie das Feld im Final vom Start weg und siegten mit sechs Sekunden Vorsprung auf die Skull-Boote von Lugano und Basler Ruderclub. Die Freude über das Fanion war riesig. Im Elite Doppelvierer Leichtgewicht in der Besetzung Ladina Meier, Aline Schwyzer, Zara Vance, Katharina Zimmermann wurden die Thalwilerinnen in einem starken Rennen sehr gute Dritte. Die dritte Medaille holten Ladina Meier und Aline Schwyzer im schweren Zweier-ohne. Hier mussten sie sich lediglich vom Ruderclub Zürich geschlagen geben. Im selben Final figuriert mit Gianna Schwyzer / Anna Ertle ein zweites Thalwiler Boot auf Platz Fünf.

Jubeln durften auch ein paar Thalwilerinnen, welche im Elite-Achter mit Steuerfrau in der Renngemeinschaft Thalwil / Seeclub Zürich / Solothurn / Reuss Luzern ruderten. Charlotte Vonder Mühl, Cara Pakszies, Anna Ertle, Gianna Schwyzer und Steuerfrau Zara Vance wurden hinter dem Seeclub Luzern glänzende Vizemeisterinnen.

Trainingsmanko bei den Thalwiler Elite-Männern

Infolge Studium mit wichtigen Prüfungen oder wegen Krankheit und Unfällen hatte der Thalwiler Achter einen Trainingsrückstand und einige Ruderer mussten gar ersetzt werden. Matthew Wang, Sam Amstutz, Linus Copes, Pascal Ryser, Eric von Bodungen, Jérôme Schmid, James Geiger, Luca Nadig und Steuerfrau Carla Sgobbo qualifizierten sich im Vorlauf für den Final vom Sonntag. Den 6. Rang konnten die Thalwiler erklären und eine bessere Leistung war mit dieser Vorbereitung nicht möglich. Ein ähnliches Verdikt erfuhren Ryser, Wang, Copes und Nadig auch im Elite Doppelvierer mit dem letzten Platz. Simon Andermatt, Benjamin d’Uscio, Andreas Brander und Yannic Hostettler zeigten im leichten Doppelvierer ein schönes Rennen, mussten sich jedoch mit dem 6. Rang benügen.

Knapp an einer Medaille vorbei ruderten Simon Andermatt und Michel Wälti im leichten Doppelzweier. Nach dem 2. Platz im Vorlauf fuhren sie im Final ein starkes Rennen und verpassten die Bronzemedaille um winzige anderthalb Sekunden.

Lichtblick im Junioren-Bereich

Der RCT sucht für die enorm grosse Schar an Juniorinnen und Junioren einen Nachwuchs-Teilzeittrainer. Die Finanzierung soll durch Sponsoren ermöglicht werden. Gute Leistungen vollbrachten Ronja Schwyzer mit der Küsnachterin Naemi Dewey, welche im U17-Doppelzweier den A-Final hauchdünn verpassten und im B-Final Zweite wurden. Ronja Schwyzer, U15-Meisterin im Skiff, rudert nun bei den U17 über 1500 Meter und schaffte in einem Feld von zwei Dutzend Ruderinnen den Sprung ins A-Finale, wo sie glänzende Fünfte wurde. Schliesslich ergatterten sich noch die Junioren Auguste Lucaes und Reed Lucke im U17 Doppelzweier einen Platz im B-Final, wo sie Fünfte wurden.

Nicht in die Finalläufe schafften es die U15-Junioren Vincent Süssli (5. im Skiff), Andrin Biberstein / David Siegrist (3. im Doppelzweier), Vincent Süssli / Ryan Comiskey (4. im Doppelzweier), Maximilian Amon / Alexander Klose / Diogo Vasconcelos / Alexander Rollinson (5. im Doppelvierer), Vincent Süssli / Andrin Biberstein / David Siegrist / Ryan Comiskey (4. im Doppelvierer), doch sie hatten den Plausch, auf dem Göttersee rudern zu dürfen und wertvolle Erfahrung sammeln. Das Meldeergebnis bei den jüngsten Junioren war enorm gross und die Vorbereitung war wegen Corona für alle Teilnehmer sehr schwierig.

Reto Bussmann

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