Pascal Ryser wird hervorragender Sechster im leichten Doppelvierer
In der letzten September-Woche wurden in Sarasota an der Westküste von Florida im Golf von Mexico die Ruder-Weltmeisterschaften durchgeführt. Die Schweiz war mit sieben Booten am Start und hat gesamthaft die vom SRV gesetzten Ziele erreicht.
Sechs von den sieben Schweizer Booten klassierten sich unter den ersten 10. Sensationell war die Goldmedaille von Jeannine Gmelin (Uster) im schweren Einer. Dieser Weltmeistertitel ist der Lohn für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Jahren. Aber auch die beiden undankbaren vierten Plätze von Michael Schmid (Luzern) im leichten Einer und von Patricia Merz (Zug) im leichten Einer sind erfreulich. Roman Röösli / Barnabé Delarze (Sempach/Lausanne) wurden im schweren Doppelzweier Gesamt-Achte und Nico Stahlberg (Kreuzlingen) klassierte sich unter 39 Booten als Neunter. Beide Boote liebäugelten mit einer Teilnahme im A-Final. Frédérique Rol / Pauline Delacroix (Lausanne/Vésenaz) klassierten sich als 13. im leichten Doppelzweier.
Schliesslich die erfreuliche Nachricht aus Thalwiler Sicht. Als U23-Weltmeister haben sich Pascal Ryser (Thalwil), Andri Struzina (Zug), Matthias Fernandez (Zug) und Julian Müller (Luzern) im leichten Doppelvierer ins Gespräch gebracht und die Selektionsmitglieder des SRV haben sich dazu entschlossen, diesen schnellen Doppelvierer für die WM der Elite nach zu selektionieren. Anstelle von Julian Müller wurde der stärkere Fiorin Rüedi (GC) ins Boot geholt. Die Vorfreude über diese Teilnahme in den USA war spürbar gross. Im Vorlauf wurde das Quartett nur Fünfter, was den Verweis in die Hoffnungsläufe bedeutete. Diesen haben die Schweizer souverän für sich entschieden und sich für die Halbfinals qualifiziert. Hinter Frankreich und Italien erkämpften sich Ryser + Co. den erhofften 3. Rang und somit die Selektion für den A-Final. Der Wunsch von Pascal Ryser ist somit in Erfüllung gegangen. Stark, dass die Schweizer die Deutschen, Österreicher und Australier schlagen konnten. Im A-Final vom Freitag ruderten sie entschlossen und waren stets in Tuchfühlung mit der Konkurrenz. Erst auf dem letzten Streckenabschnitt verloren sie etwas an Wasser, doch mit nur gut sechs Sekunden Rückstand auf die siegreichen Franzosen und dem sechsten Rang dürfen die jungen Schweizer sehr stolz sein. Diese Mannschaft hat noch viel Potential für die Zukunft und weiss nun, dass eine Medaille in Reichweite ist.
Doppelvierer Leichtgewichte. Final. 1. Frankreich 5:51,85. 2. Grossbritannien5:52,02. 3. Griechenland 5:53,64. 4. Italien 5:54,12. 5. Japan5:56,99. 6. Schweiz (Pascal Ryser, Fiorin Rüedi, Andri Struzina, Matthias Fernandez) 5.58,33.
Frauen. Einer. Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) – 21 gemeldete Boote. Doppelzweier. Leichtgewichte. Frédérique Rol (Lausanne Sports, Section Aviron), Pauline Delacroix (Club d’Aviron Vésenaz) – 20 gemeldete Boote. Einer. Leichtgewichte. Patricia Merz (Seeclub Zug). – 16 gemeldete Boote.
Männer. Einer. Nico Stahlberg (Ruderclubverl Kreuzlingen). – 39 gemeldete Boote. Doppelzweier. Roman Röösli (Seeclub Sempach), Barnabé Delarze (Lausanne Sports, Section Aviron). – 21 gemeldete Boote. Leichtgewichts Einer. Michael Schmid (See-Club Luzern). – 30 gemeldete Boote. Leichtgewichts Doppelvierer. Pascal Ryser (Ruderclub Thalwil), Andri Struzina, Matthias Fernandez (beide SeeClub Zug), Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich). Ersatzmann Julian Müller (See-Club Luzern) – 17 gemeldete Boote
Text: Reto Bussmann/ Foto: SRV-Website
https://www.swissrowing.ch/de/news/wm-sarasota-leichter-doppelvierer-gewinnt-seinen-hoffnungslauf